Donnerstag, 29. September 2016

September mit Kneipp: Leben in Balance - 4 Tipps für einen entspannten Alltag.




"Alles zur seiner Zeit und alles im rechten Maß."
Sebastian Kneipp


Ich liebe Sebastian Kneipp für seine enorme Weitsicht und Weisheit, denn:
du kannst noch so viel Wassertreten, Kräuter zupfen oder Smoothies trinken - sind diese Lebensbereiche nicht im Gleichgewicht, tut es weder deinem Körper noch deiner Seele gut.
Deshalb ist Balance eine der 5. Säulen von Kneipp - revolutionär in der damaligen Zeit und heute hochaktuell.

Wenn es um Balance geht, raten die meisten Frauenzeitschrift-Artikel dazu, sich mal etwas Gutes zu tun oder eine Auszeit zu gönnen.
Und das ist alles auch ganz wunderbar und macht Spaß - ist aber trotzdem ein bisschen Symptome bekämpfen anstatt die Ursachen beseitigen.
Deshalb bekommt ihr heute einen etwas anderen Balance-Ratgeber von mir - samt einer ganz großartigen, nagelneuen Pflege von Kneipp.
Dazu aber später mehr.


Heute erzähle ich euch, wie ich das ganz persönlich mit der Balance mache.... bereit?









1. Ich habe keine überzogenen Vorstellungen.

Ich weiß nicht genau, wie und wann genau das Märchen entstanden ist, dass man mit Kleinkindern  nebenher noch viel auf die Reihe bekommt - jedenfalls weiß ich mit Sicherheit, dass Social Media-Kanäle es enorm verstärkt haben.
Denn dort sieht man scheinbar ganz normale Frauen, die mit kleinem, entzückend angezogenem Nachwuchs, der sich pädagogisch wertvoll beschäftigt, in wunderschönen Häusern wohnen, gesund kochen, Blogs schreiben, Bücher veröffentlichen, und nebenher ganze Unternehmen gründen.
Der erste Gedanke, der mir dann kommt, lautet: 
"Und das machst du WANN? Nachts zwischen 4 und 5 Uhr?"

Dir muss bewusst sein: 
so etwas ist nur mittels einem perfekt organisierten Background möglich - oder großem finanziellen Aufwand als Ersatz dessen.
Falls keins von beiden vorhanden ist, müssen die Ansprüche heruntergeschraubt werden.
UND DAS IST GUT SO.
Es gibt für alles eine Zeit.
Und wenn es momentan bedeutet, dass du diese ausschließlich in die Brutaufzucht investierst, dann ist es perfekt.

Mir persönlich ist es enorm wichtig, dass ich mich nicht in eine Art selbstgewähltes Hamsterrad begebe.
Das ist nämlich wie moderne Sklaverei - mit dem einzigen Unterschied, dass derjenige, der die Peitschenhiebe austeilt, und laut "schneller! schneller!" ruft, in deinem Kopf sitzt. 
Und dich jedes mal fertig macht, wenn du nicht alles geschafft hast.
Was für ein beschissenes Leben!
(Stell dir einmal vor, diese Person würde leibhaftig vor dir stehen, und dich laut hörbar so antreiben - das würdest du dir von keinem bieten lassen! Aber du selbst tust dir das an? Das passt Null zu einer Liebesbotschafterin.)

Mehr vom Leben zu wollen, kann niemals bedeuten, dass man mehr LEISTET.

"Aber Joanna, ich muss mehr arbeiten - ich will mir einen Urlaub leisten!"
Mein Rat: verzichte auf den Jahresurlaub, und genieße jeden Tag ganz bewusst mit weniger Arbeit - du wirst deinem Körper und deiner Seele damit einen riesigen Gefallen tun.
Dann kannst du zwar keine hübschen #lifeisbetteronthebeach - Bilder auf Instagram hochladen, aber dein Life wird insgesamt better sein.
Versprochen!













2. Ich habe keine Angst, etwas zu verpassen.

Ich bin immer erfüllt von diesem grenzenlosen Vertrauen, dass alles, was ich erleben soll, automatisch auf mich zukommt - so dumm kann ich mich gar nicht anstellen ;).
Deshalb habe ich niemals Angst, etwas zu verpassen - sei es einen Termin, bei dem ich dabei sein sollte, oder eine Gelegenheit/Chance, die für meine Zukunft wichtig gewesen wäre.
Folglich muss ich gar nicht bei jedem Event auftauchen, bei jedem Workshop teilnehmen, jeder Dinnereinladung folgen und immer dabei sein, wenn mein Freundeskreis sich trifft.

Ich schätze meine eigene Gegenwart so sehr, und genieße sie so extrem, dass nichts von außen das noch irgendwie steigern kann - also erscheine ich nur dort, wo ich erscheinen WILL, ganz ohne Druck oder unterschwellige Angst, dass mir etwas entgeht.

Ich weiß einfach: wenn es wirklich wichtig ist - dann habe ich eine solche enorme Lust darauf, dass mich nichts daran hindern kann, dort zu sein.
Und dann passt es zeitlich auch perfekt.















3. Ich vertraue, dass ich alles, was ich schaffen soll, auch schaffe.

Ich bin nicht so der organisierte to-do-Listen-Typ.
Ich bewundere alle, die strukturiert und durchgeplant ihren Alltag angehen - ich persönlich hasse das.
Mir wird schon schlecht, wenn jemand mit Prioritätensetzung und Zeitplanung um die Ecke kommt - das passt einfach nicht zu mir.
Ich will auch mal alles stehen und liegen lassen, meine Kinder ins Auto setzen, und mit ihnen den ganzen Tag in einem Museum oder einer anderen Stadt verbringen, NUR WEIL ICH WILL - obwohl ich ganz viel erledigen müsste.

Soll ich dir etwas verraten?
Ich lebe so - obwohl jeder Zeitmanagment-Experte die Hände vor dem Kopf zusammenschlagen würde, und es eigentlich absolut unvernünftig ist.
Erstaunlicherweise ist das eine meiner schönsten Inspirationsquellen - wenn ich wieder daheim bin, dann sprudeln die Ideen und Lebensfreude nur so aus meinem Innersten, die Arbeit flowt, die Aufgaben klappen im Handumdrehen, und ich erledige alles mit großer Lust und erstaunlicher Effizienz.

Und so vertraue ich, dass ich die wirklich wichtigen Dinge IMMER schaffe.
Und falls es zeitlich nicht geklappt hat - dann war es nicht so wichtig.

Wenn du organisiert und durchgeplant liebst, dann ist es genauso gut - lasse dich nur nicht von den eigenen To do-Listen unter Druck bringen.












4. Ich nehme Hilfe an.

So banal das klingt - ich beobachte in meinem Bekanntenkreis sehr oft, dass dieser extrem wichtige Aspekt ganz außer acht gelassen wird, und stattdessen Ausreden gesucht werden, während man selbst unter der Last der Arbeit zusammenbricht.
"Ich habe kein Geld" (Das wird lieber in teure Konsumgüter investiert, statt sich praktische Hilfe zu holen).
"Ich kann das selbst besser." (Fragt sich nur: wie lange? Bis der Körper zusammenbricht?)
"Ich finde keine Hilfe." (Das liegt in den meisten Fällen daran, dass du dich nicht WIRKLICH darum kümmerst, und nur halbherzige Versuche unternimmst.)

Sei nicht so dumm!
Für Hilfe ausgegebenes Geld ist eigentlich in deine Gesundheit investiertes Geld.
Ob es nur bedeutet, dass du die Bettwäsche zum Mangeln bringst, einen Studenten die Vokabeln mit deinen Kindern üben lässt, oder dich eine Tagesmutter unterstützt: 
was auch immer dir Zeit schenkt, ist sinnvoll und erlaubt.
Das ist kein Luxus oder übertriebene Verschwendung, sondern in manchen Zeiten überlebenswichtig!










Was allerdings luxuriös ist (und kein verschwendetes Geld ;)), ist ein neues Produkt von Kneipp auf Zuckerbasis mit sehr reichhaltiger Ölcreme:
das verwöhnende Creme-Öl-Peeling ist eine sehr hochwertige Pflege, die zum September nicht besser passen könnte - sie macht die Haut strahlend, ohne die Bräune zu verblassen.
Nach dem Peelen fühlen sich die Beine gleichzeitig eingecremt ein, das Gefühl ist unbeschreiblich angenehm!

Das Creme-Öl-Peeling ist ein erstklassiges Produkt und ein echtes Highlight zum großartigen Preis - ohne Konservierungsstoffe und Mikroplastik, dafür mit wertvollem Arganöl.
So schön zum Verschenken an die beste Freundin oder Tochter oder zum sich selbst verwöhnen.

Das Peeling kommt in einem Tütchen als Einmal-Anwendung, weil es das hochpotente Öl erhält, und sich ohne Konservierungsstoffe nicht lange geöffnet hält.

Kaufen könnt ihr es in den meisten Drogerien, oder direkt bei Kneipp bestellen.

Weitere schöne Tipps zu Balance könnt ihr HIER nachlesen - viel Spaß dabei!


Liebesgrüße
Joanna

*In Zusammenarbeit mit Kneipp

Montag, 26. September 2016

Kuschelmantel + Halloumi-Bowl mit Fleischbällchen.




Kennt ihr die absolut zuverlässige Methode, in Blitzgeschwindigkeit sein Haus auf Vordermann zu bringen, und die Betriebsblindheit zu verlieren ( = "ach, der Stapel kann da so liegen bleiben, das stört jetzt keinen...")?
Ihr braucht dafür lediglich neue Freunde einzuladen, die eine gesunde Portion Neugier mitbringen - gegebenenfalls kann diese durch gezielte Fragen wie "wollt ihr auch die anderen Räume sehen?" gesteigert werden.
Und zack! hat man im Nu Vorzeigeräume - aus purer Angst, nicht als der letzte Schmuddel-Reality-Show-Kandidat wahrgenommen zu werden.
ODER ABER: ihr ladet nur zu diesem Zweck ein Filmteam zu euch.
Funktioniert 1 A!

Und nun könnt ihr in etwa das Tempo nachvollziehen, in dem ich das Loft in vorzeigbaren Zustand brachte, um das Grundig-Team in meiner Küche zu empfangen.
Verzeiht bitte mein mieses Englisch, aber ich musste gleichzeitig (spontan!) antworten, eine Fremdsprache sprechen UND entspannt aussehen.
Jetzt mach' das mal auf Anhieb und stolpere nicht über deine eigenen Füße dabei!

Wer den Rest des Lofts sehen will, der wird bald die Gelegenheit dazu haben, denn Westwing ist gerade da, und hilft bei der Home Office-Gestaltung mit.
(Und ich muss natürlich vorher aufräumen, und es darf kein Scheiß herumliegen, der mich sonst nicht stört, weil: wie sieht das denn aus, ne...?)
Letzte Nacht habe tatsächlich geträumt, dass alles ganz hässlich wird, aber:
wird nicht.
Ich halte euch auf dem Laufenden.












Auch wenn die Tage noch sehr sonnig und angenehm warm sind, will ich euch meinen Mantel zeigen, der bei meiner letzten Mango-Bestellung im Warenkorb landete:
es ist nämlich das flauschigste, kuscheligste und gleichzeitig coolste Teil, welches ich jemals getragen habe!
Er ist sehr hochwertig und der große Kragen ruft ganz laut "High Fashion".
Am liebsten würde ich noch eine große Glitzerbrosche daran pinnen - (wenn ich aber diese kaufe, ist die teurer als der ganze Mantel!).

Genauso gut könnte ich aber auch auf einem Flohmarkt Ausschau nach einem solchen Schmuckstück in der Vintage-Ausführung halten - denn bei diesem Wetter sind Flohmärkte ein Hochgenuss.
Auf jeden Fall möchte ich am Tag der deutschen Einheit nach Bamberg - es ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern der Ort, an welchem der Antikmarkt stattfindet.







Und zum Schluss noch eine sehr leckere und sättigende Bowl - die mögen auch Kinder!
Das Dressing ist zum Reinlegen gut.



Halloumi-Bowl mit Fleischbällchen.
(für 4 Personen)

1 Brokkoli
2 Paprikaschoten
200g Halloumi

4 EL Sesam weiß
4 EL Sesam schwarz
100g Pinienkerne
200g Couscous
1 TL Barahat (orientalisches Gewürz)
1/2 TL Salz

Für die Fleischbällchen:
400g gemischtes Hackfleisch
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
3-4 EL Paniermehl
Salz, Pfeffer, 2 TL Tomatenmark
2-3 EL Öl

Für das Dressing:
1 Limette gepresst
1TL Tahini
11/2 TL Tamarindensauce
1 TL Honig
1 Prise 5 Spice-Gewürz
2 TL Sesamöl
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten für's Dressing gut vermischen.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe kleinhacken, mit allen restlichen Zutaten gut verkneten.
Mit nassen Händen zu kleinen Bällchen rollen, in der Pfanne mit etwas Öl anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen.

Couscous in eine kleine Auflaufform geben, mit Salz und Barahat mischen, mit kochendem Wasser begießen, bis der Couscous bedeckt ist. 
Einmal umrühren, mit Alufolie abdecken und bei 150° in den Backofen schieben - dort bleibt er, bis die restlichen Zutaten angebraten sind (ca. 15 Min).

Den Brokkoli in Röschen teilen, den Paprika in Streifen und den Halloumi in Scheiben schneiden.
Die Pfanne erhitzen, die Sesam- und Pinienkerne anrösten - wenn alles goldbraun ist, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
Etwas Öl in die Pfanne geben, die Paprika bissfest darin anbraten, salzen und pfeffern.
Herausnehmen und zur Seite stellen.
Den Brokkoli in die Pfanne geben, die Hitze etwas höher stellen, den Brokkoli bissfest rösten, herausnehmen und zur Seite stellen.
Den Halloumistreifen in die Pfanne legen und goldbraun anbraten, herausnehmen.

Den Cous Cous aus dem Ofen nehmen und einmal durchrühren.
Nun die Bowl schichten:
Zuerst den Couscous, dann die anderen Zutaten darauf legen, mit den Kernenmix bestreuen, das Dressing darüber träufeln.







Mantel: Mango



Wenn Westwing wüsste, welchen Stress sie im Vorhinein verursachen...

Liebesgrüße
Joanna

P.s. Macht ihr das auch?
Panikartiges Aufräumen wegen Besuch?

Mittwoch, 21. September 2016

Liebesbotschaft Basics - Oversize-Kaschmircardigan.



Pünktlich zum Anfang der neuen Saison gibt es wieder ein wunderschönes Kleidungsstück aus der Liebesbotschaft - Kollektion mit ausgewählten, limitiert erhältlichen Teilen, die echte Basics sind.

Beim Kaschmircardigan gilt:
schönster, aktueller Oversize - Schnitt aus kuschelig weichen, griffigen Materialmix.
Lässig, und gleichzeitig klassisch.
Mit unzähligen unterschiedlichen Outfits kombinierbar - und in absolut jeder Altersklasse tragbar.
Ein echtes Must-Have!



















Die genauen Details:

- Länge:  S/M 72cm, in L/XL 75cm - also ein echter Oversize-Cardigan.
- Material: 30% reines Kaschmir, 30% Viskose, 20% Lanawolle, 20% Nylon - das garantiert, dass der Cardigan unempfindlich ist, und lange seine schöne Form behält,
- Preis: 89,-€.

- erhältlich bei Dein Lieblingsladen - und natürlich mit dem gewebten Liebesbotschaft-Logo versehen.












Seit dem Tag, an dem das erste Muster bei mir daheim eintraf, habe ich das Cardigan täglich im Einsatz:
- früh morgens nach dem Aufstehen über Top und kurze Shorts, 
- beim Arbeiten zu Print-Tshirt und Jeans kombiniert, 
- in der Stadt mit Seidenbluse und Lederhose.

Und überall passt er einfach perfekt!

Weil das Material eher fein und sehr leicht ist, könnt ihr ihn übrigens problemlos zusammenrollen und in der Handtasche verstauen, sollte die Sonne rauskommen - das macht ihn zum idealen Begleiter für Flugreisen, etc.

Ein echtes Basic eben!







Mein Top ist bereits älter, aber HIER, HIER, HIER und HIER findet ihr eine wunderschöne Alternative.










Liebesgrüße
Joanna



P.s. Ihr dürft gerne in den Kommentaren Vorschläge und Ideen äußern, welches perfekte Basic-Kleidungsstück ihr euch wünschen würdet - ich freue mich auf eure Anregungen!

Dienstag, 20. September 2016

Herbstmüsli, Geodreieck-Mafia + Gewinner.



Als im Himmel Begabungen verteilt wurden, habe ich bei einigen ganz laut "HIER!" geschrien, bei anderen dagegen - wie Gesangstalent und der Fähigkeit, sich ausführlich um die schulischen Angelegenheiten meiner eigenen Kinder zu kümmern -  war ich offensichtlich auf der Toilette.
Und als ich zurückkam, war nichts mehr da ("Singen ist leider aus, aber wir hätten noch... Moment... Stricken? Ne, Stricken ist auch schon alle.")

Nichtsdestotrotz erlebe auch ich ab und an Motivationsschübe, und will auch eine von "diesen Müttern" sein, die genau bescheid wissen, und zwar darüber, in welcher Jahrgangsstufe sich die eigene Brut gerade befindet, welchen Unterrichtsstoff sie gegenwärtig durchnehmen, und welches Schulmaterial sie momentan benötigen.

Beim Punkt 1. und 2. bin ich zwar meist raus, aber die Schulmaterial-Liste habe ich mir gestern samt meinen beiden Jüngsten unter den Arm geklemmt, und bin mit ihnen in die Innenstadt gefahren.

Die Teenager weisen mich bereits im Auto darauf hin, dass "Radiomusik keine echte Musik ist, Mama!", singen aber trotzdem jedes Lied lauthals mit, und treffen. jeden. Ton. 
(Da war jemand anscheinend NICHT auf dem Klo zum entsprechenden Zeitpunkt, wa?)

In der Innenstadt suchen wir zuerst unseren türkischen Schneider auf, was sich in etwa anfühlt, wie wenn man nach Monaten Abwesenheit auf seine eigene Großmutter treffen würde:
Glücksausbrüche und Begeisterung überall.
Yusuf beteuert, wie sehr er uns liebt, und bittet Ben, zukünftig Innere Medizin zu studieren, während er seinen Samtblazer feststeckt.
Daraufhin bitte ich Ben, zukünftig Schönheitschirurgie zu studieren, damit wir alle was davon haben.
Ben erwidert, dass die Tatsache, dass er einen Samtblazer trägt, ihn nicht automatisch für ein Harvard-Studium qualifiziert, aber was weiß der schon?
Yusuf steckt auch die anderen zig Kleidungsstücke fest, die ich mitgebracht habe, drückt uns lange zum Abschied, und versichert uns erneut seine ewige Liebe.

Ich fühle mich unheimlich kompetent und verantwortungsbewusst, während ich mit meiner Schulmaterialbedarfliste (zieht euch dieses Wort gaaaanz langsam rein) in den Gängen der Müller-Fillliale stehe, wuselnde Eltern mit ihren Schulkindern um mich herum.

"So... fangen wir mit "Grundmaterial" an. Ben, hast du einen Füller?"
Ben: "Nö."
Ich (leicht panikartig): "Was meinst du mit "Nö"? Womit schreibst du denn? Die Schule hat bereits vor 1 Woche angefangen?"
Ben: "Ich leihe mir immer was aus."
Ich: "Du leihst dir etwas aus??? Also das geht gar nicht. Wir suchen jetzt einen Füller."
*laufe zum Montblanc-Stand*
Noelle: "Mum, leg diesen Füller wieder weg, er kann mit Werbekullis schreiben."
Ich: "Wie bitte? Also mit einem Füller, das ist einfach völlig etwas anderes..."
Noelle (unterbricht mich): "Mum, dein Eifer in Ehren, aber er wird ihn keine Woche haben. Er verliert ihn sofort wieder. Du kannst die 20 Euro also auch direkt in den Müll werfen."
Ich (etwas ernüchtert): "Ok... dann... weiter in der Liste: Ben, hast du Bleistifte?"
Ben: "Nö."
Ich: "Wie bitte? Womit... ach, warte: du leihst dir immer welche?"
Ben: "Mum, du brauchst nicht so entsetzt zu tun - jeder macht das!"
Noelle: "Ja, echt, Mum. Das ist schon so. KEINER hat sein Zeug komplett."
Ich: "Was steht als nächstes... Geodreieck. Lass mich raten: du hast bestimmt keinen, stimmt's, Ben?"
Ben: "Ich habe fünf."
Ich (fange an zu lachen): "FÜNF?"
Noelle (lacht auch): "Fünf! Wie so ein Geodreieck-Dealer."
Ben: "Ja, Mum, mit denen handele ich in den Pausen."
Noelle: "Ja, Mum, und abends sitzt er in einem dunklen Kellerraum, nur von einer Metalllampe erleuchtet, die langsam hin und her schwingt..."
Ben: "... trage mein Samtsakko und einen goldenen Siegelring. Und lasse die Untersstufenschüler einzeln vortreten..."
Noelle: "... damit finanziert er seinen kompletten Lebensstil."

Ich finde die Vorstellung, dass mein eigener Sohn eine Geodreieck-Mafia gegründet hat, die allen Schülern dieselben abknöpft, so lustig, dass ich nicht mehr aufhören kann, zu lachen.
Ich lache so sehr, dass mir die Tränen runterlaufen, und ich mich schließlich auf den Boden setzen muss.
Zwischen die Heft- und Radiergummi-Regale in der Müller-Fillliale, und zu den Füßen der Eltern, die mit ihren Kindern das Heft A4 kariert mit Rand suchen - während meine Kinder weiterhin ausführlich von Bens zweiter, mir bis dahin unbekannter Paten-Identität erzählen.

In einem letzten Versuch frage ich nach den Klebestift-Beständen meiner Nachkommenschaft, und werde selbstredend aufgeklärt, dass "es immer nur 2 Schüler in der Klasse gibt, die einen Klebestift besitzen - der wird dann unter allen weitergereicht."









Meine "Ich habe als Mutter hier alles im Griff."-Phase war damit jedenfalls schlagartig beendet, stattdessen habe ich - seitdem die Temperaturen nach unten fielen - eine neue Koch- und Backlust bekommen.
Ich will Bananenkuchen, Power Balls, Müsliriegel und Frühstückskekse backen - am liebsten alles gleichzeitig.
Ich will Curries und Eintöpfe und warme Salate und Bowls kochen.
Und Brownies und Pflaumenkompott.
Jede Menge Pflaumenkompott - den frühstücke ich zur Zeit am liebsten täglich!

Und weil es so schnell und einfach zuzubereiten ist, und so fantastisch lecker schmeckt, bekommt ihr mein Rezept samt einem sehr knusprigen Müsli, das hervorragend zum Herbst passt.

Jetzt nur noch griechischen Joghurt oder Vanillequark dazu: perfekt.

Das Rezept stammt ursprünglich aus diesem Buch, ich habe es leicht verändert.










Herbst-Knuspermüsli

140g Haselnüsse
80g Mandeln
80g Kürbiskerne
75g Sonnenblumenkerne
1-2 EL Agavendicksaft
50g getrocknete Cranberries
30g getrocknete Gojibeeren
25g gepufften Quinoa
2 EL Chiasamen

Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Nüsse und Mandeln grob hacken,mit den Sonnenblumenkernen und Quinoa in einer Schüssel vermischen und mit Agavendicksaft 
vermengen.
Gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und 8-10 Minuten backen (Die Quinoakörner sollen sich goldbraun färben).
Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen, und mit den getrockneten Beeren
und den Chiasamen in einer großen Schüssel mischen.











Pflaumen-Kompott

Ca. 1 Kg Pflaumen
Ca. 1/2 TL Zimt
Zucker nach Geschmack

Die Pflaumen waschen, entsteinen, und halbieren oder vierteln.
In einem großen Topf füllen, mit etwas Wasser bedecken (sie müssen nicht ganz bedeckt sein), mit Zimt und Zucker würzen, 5-10 Min. köcheln lassen.

Ich koche immer einen großen Topf, und fülle den Rest in ein großes Schraubglas - so kann man sich jeden Morgen eine Portion herausnehmen. 
Es hält sich im Kühlschrank einige Tage lang frisch.



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Die Gewinner der Cookies-Verlosung sind:

Edyta Suhl
Claudia L.
Jana
Uschi Graf
Lililu im Glück
Lena Be
Glücksgenuss Vegan
Simone Görlach
Angi Hubach
puravida13
miri
Sonia N.
balu
Teddy
heinzcl with love
Katrin
Ursulas Nadelstiche
saras dekolust
Bij Jen
Marie Lehmann
Johanna
We Love to Cook.
Tanja Priebs
Kira H.
202snoopy


Herzlichen Glückwunsch, schickt mir bitte eine Mail mit eurer Adresse zu.


Liebesgrüße
Joanna

P.s. Ich habe trotzdem meinem Sohn Füller, Stifte und Radiergummis gekauft.
Will mir später keine Mittäterschaft an kriminellen Handlungen vorwerfen lassen.

Sonntag, 18. September 2016

"Die Quelle meiner Stärke" + Behind the Scenes.




Dieser Tag hatte sehr gute Chancen, einer der schönsten meines Lebens zu werden:
ich wurde an die Ostsee chauffiert und von Profis schön gemacht.
Make-Up, Haare, das volle Programm.
Anschließend wurde ich in einen weißen Retro-Badeanzug gesteckt (wunderschön, aber zu sexy), in einen schimmernden, weitschwingenden Rock (definitiv ein Statement, aber zu madamig), und schließlich in einen kurzen Jumpsuit mit langer Schleppe (sitzt perfekt, und die Schleppe erfüllt viele praktische Aspekte, wenn man z.B. nachts durch Gotham fliegt, um es zu retten).









Meine Haare fielen in traumschönen Wellen engelsgleich auf meine nackten Schultern, das Team war zauberhaft und voller Aufregung und Vorfreude, und die Stimmung hätte nicht besser sein können, während wir zum Strand liefen.

Leider schaffte es der Tag innerhalb weniger Minuten ganz bis nach oben der Low-Scala:
der sturmartige Wind zerstörte alles an meiner perfekten Haarpracht, die tatsächliche Temperatur  glich einer "wir befinden uns am Nordpolarkreis"-gefühlten, und dementsprechend zitterte mein Körper unkontrolliert bei 13 Grad und eisigem Orkan, während ich davon überzeugt war, dass mir nie wieder warm wird.
Nie, niemals wieder.
Und alle anderen so: Schal, Daunenmantel, Moonboots.

(Das Frieren? Geschenkt. Aber die Haare. DIE HAARE!)























Ihr vermutet mit Sicherheit bereits, dass mir das Ganze riesigen Spaß gemacht  hat- der ganze Aufwand fand anlässlich der Anzeigenpoduktion von Vichy's neuer Slow-Age Gesichtspflege statt.
Diese wurde gemeinsam mit dem Team von SisterMag produziert, und stand unter dem Motto:
"Die Quelle meiner Stärke".
Das passte so gut zu mir und Liebesbotschaft, dass ich in den Genuss kam, eins der Testimonials für Vichy sein zu dürfen.










Außer mir wurden - an anderen Tagen und (wärmeren!) Locations - noch 4 weitere, inspirierende Frauen geshootet:
eine Yogalehrerin Amiena, die Fotografin Simone, und Laura und Janine, die am Gewinnspiel von Vichy teilgenommen hatten.

Bei Sister Mag findet ihr ein ausführliches Behind the Scenes:
mit schönen Videos, Interviews und noch mehr Bildern.

Viel Spaß beim Lesen und Schauen!








Liebesgrüße
Joanna