Donnerstag, 30. Oktober 2014

Herbst in Berlin.



Einmal Großstadtmädchen - immer Großstadtmädchen!
Ich bin in einer Stadt mit 700.000 Einwohnern aufgewachsen, durfte schon mit 8 Jahren selbstständig Bahn fahren und die Stadtteile auf eigene Faust erkunden.
Das hat mich geprägt, und bis heute gibt es wenige Dinge, die mich mehr faszinieren als die Atmosphäre einer Großstadt: ich liebe die Vielfalt und die Menschen so sehr, und freue mich jedes mal auf's Neue daran.

Aber zu keiner Zeit ist eine Großstadt so schön wie im Oktober!

In Berlin gibt es geradezu unendlich viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen - andererseits kann einen die Auswahl fast erschlagen.
Deshalb wichtig:
lieber sich nicht zu viel auf einmal vornehmen, und stattdessen die Dinge, die einem besonders Spaß machen, ausgiebig genießen.
Lieber mit einem Coffee to go in der Hand durch die Strassen schlendern und die Menschen beobachten, statt pflichtmäßig mit Hunderten anderer ein Touristenprogramm abzuspulen.

Berlin ist so vielfältig, dass jeder ganz bestimmt die Ecken und Orte findet, die ihm besonders gut gefallen.

Heute lade ich euch dazu ein, mich einen Tag lang in Berlin zu begleiten - diesmal bummeln wir rund um die Gegend in den Hackeschen Höfen in Berlin Mitte.
Besonders schön: Jil wohnt um die Ecke, und kann von ihrer Wohnung aus alles bequem zu Fuß erreichen, wir befinden uns also in ihrem Kiez.
So, wie mein Mann sein Charlottenburg liebt, schwört Jil auf ihre Mitte!


Was ihr anziehen könnt, haben wir bereits hier besprochen, also kann es direkt losgehen!







1. Frühstück.
Sind wir als Familie in Berlin, gehen wir morgens gerne bei Spreegold in der Rosa-Luxemburg-Strasse frühstücken - dort bekommt jeder nämlich absolut unkompliziert sein Lieblingsessen und ist kompromisslos glücklich damit.
Es gibt leckere Smoothies und tolle Salate mitten in urbaner Umgebung.
Ist es so sonnig warm wie jetzt, kann man sogar in Oktober draußen sitzen, und sich die Sonne auf die Nase scheinen lassen.

Spreegold befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Strasse 2.





2. Museum.
Ob mit oder ohne Kinder unterwegs:
Eine Stippvisite im Naturkunde Museum Berlins gehört unbedingt dazu!
Das befindet sich gleich um die Ecke mit der U-Bahn und ist für mich eines der stimmungsvollsten und zauberhaftesten Orte überhaupt: 
schlagartig ist man 5 Jahre alt, und taucht in eine Welt voller Staunen und Wunder ein, erweckt Dinosaurier zum Leben, betrachtet liegend den Sternenhimmel, und fühlt sich um ein Jahrhundert zurückversetzt, wenn man die Fossilienabteilung in den historischen Vitrinen bestaunt.
Wir besuchen nur 1-2 Abteilungen, anstatt alles "abzuklappern" - es ist faszinierend und geheimnisvoll zugleich.

Das Museum ist in der Invalidenstrasse 43.







3. Lunch.
Ich kann meist keine großen Mengen auf einmal essen - dafür bekomme ich aber auch ständig wieder Hunger.
Ein Glück, dass wir direkt am Monsieur Vuong am Ende der Schönhauser Strasse vorbeilaufen: 
die Karte ist klein, das Lokal brechend voll, das Personal genießt die Rush-hour sichtlich, flirtet sich durch die Tische und sorgt überall für gute Stimmung, und das Vorspeisen-Rindfleisch ist anbetungswürdig.
Häufig entdeckt man das eine oder andere prominente Gesicht - wobei das in Berlin auf viele Orte zutrifft.
Ein kleiner Wermutstropfen sind die langen Wartezeiten, mal auf den Sitzplatz, mal auf das Essen: Jil und ich sind davon überzeugt, dass wir dem Hungertod nahe sind, bis endlich serviert wird.

Monsieur Vuong befindet sich in der Alten Schönhauser 46.








4. Shopping.
Wenige Schritte daneben betreten wir den Tee-Himmel: 
bei Paper&Tea gibt es feinste Ganzblatttees gepaart mit wunderschönem Verpackungsdesign.
Jil und ich sind absolute Verpackungsopfer, und können gar nicht anders, als zuzuschlagen - während unsere Sinne vom Duft und Geschmack des Tees umnebelt sind.
Alleine die fast zeremoniellartige Zubereitung der Teeverkostung lohnt einen Besuch im Shop - und die größte Schwierigkeit besteht darin, sich für eine Sorte zu entscheiden.
Fast unmöglich.

Mit Tee bepackt bummeln wir weiter, vorbei an außergewöhnlich gekleideten Mädels und Hipstermännern mit Vollbärten, bekommen nette Komplimente von türkischen Jungs ("ist das ihre echte Augenfarbe?"), und werden von Frauen, ("die den Bugaboo/Maclaren-Buggy schiebend ihren Woolrichparka zuknöpfen" - wie Jil augenzwinkernd sagt) wegen unseren bunten Fellwesten angesprochen.
Oh, Berlin!

Wir kaufen Lunchdosen in kräftigen Farben bei Urban Outfitters, schlichte schwarze Pullis bei &Other Stories und probieren Riesenschals bei Acne Studios.


Paper&Tea findet ihr in der Alten Schönhäuser 50, Urban Outfitters und Acne Studios in der Weinmeisterstrasse, und &OtherStories in der Schönhauserstr. 15.






5. Kaffee & Kuchen.
Kein Besuch Berlins ohne ein Stück Kuchen von Princess Cheesecake!
Wir schieben die Tische zusammen, damit jeder von uns Platz hat, reden aufgeregt durcheinander, ich kann mich wie immer nicht zwischen Maracuja- und Schokoladencheesecake entscheiden, und kann wie immer nach der Hälfte kein bisschen mehr davon essen.
Eins der weltschönsten Orte zu jeder Jahreszeit - selbst mit Wartezeit auf den Sitzplatz lohnt es sich unbedingt.

Princess Cheesecake findet ihr in der Tucholskystrasse 37.







6. Books.
Kann man im Herbst in einer Stadt sein, ohne in einem Buchladen zu stöbern?
Ich bin sicher: es geht nicht!
Eins der schönsten ist die Buchhandlung Ocelot: ein angenehm ruhiger Ort mit integriertem Kaffee, ausgewählten, etwas kleinerem Sortiment, und der gemütlichsten Kochbücher-Sitzecke überhaupt!
Trotz schöner Auswahl finde ich diesmal allerdings kein Buch, das mein Herz höher schlagen lässt - aber auch so ist der Besuch ein schönes Erlebnis.

Ocelot befindet sich in der Brunnenstrasse 181.








7. Meine Neuentdeckung.
Ich stolpere fast sprichwörtlich in das Kochhaus, und bin auf Anhieb begeistert:
wart ihr schon mal in einem Supermarkt, in dem die Lebensmittel nicht nach Warengruppen, sondern nach Rezepten sortiert sind?
Diese befinden sich auf großen Tafeln, samt Zubereitungsfotos und genauer Beschreibung - 
wie geschmackvoll, stilsicher und inspirierend kann es sein?

Ein kleines Kaffee befindet sich mittendrin, und so genieße ich meinen Espresso mit ein paar Stücken der hauseigenen Veilchenschokolade, die hohes Suchtpotenzial in sich birgt.

Das Kochhaus findet ihr in der Schönhauser Allee 46.





8. Dinner.

Wie wäre es mit frischer, regionaler und unglaublich leckerer deutscher Küche für das Abendessen?
Ein Hochgenuss ohne steife Atmosphäre ist das Alpenstück in Berlin Mitte: Bens Glück ist ein hervorragendes Schnitzel, die rosa gebratenen Hirschkeule mit karamellisierten Spitzkohl schmeckt himmlisch, und Noelle und ich können von dunkler Schokoladentarte mit Sauerkirschsorbet nicht genug bekommen.
Zwischendurch versuchen die Kinder, zu der Hintergrundmusik mitzusingen - wenn sie aber auch Bruno Mars einlegen?

Das Alpenstück Restaurant befindet sich in der Gartenstrasse 9.








2 Tipps zum Abschluss:

- Für die lange Autofahrt habe ich diesmal diese CD besorgt:
Faszinierende und höchstspannende Biographien von weltberühmten Forschern, Entdeckern, Schauspielern und anderen bekannten Persönlichkeiten werden nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene fesseln - damit vergehen die Stunden wie im Flug!
(und wer diesen Post mochte, wird die CD lieben.)

- Sind wir erstmal in Berlin, höre ich ausschließlich Jazz Radio - Sender im Auto.
Trotz anfänglicher Proteste seitens der Kinder lieben es mittlerweile alle, und verbinden das Cruisen durch die Stadt mit den jazzigen, entspannten Sounds.
(kann man auch online anhören, habe ich gerade entdeckt. Während man diesen Post liest, z.B. ;)).


Das Allerwichtigste:
nehmt euch Zeit, macht alles in eurem eigenem Tempo, schließt eure Augen und schnuppert ab und zu nur mal den Duft des nassen Laubs unter euren Füßen - schöner kann der Herbst nicht sein!



Liebesgrüße
Joanna



Dienstag, 28. Oktober 2014

What to wear in Berlin + give-away!






Am Wochenende stand ich ratlos vor meinem Kleiderschrank und beschwerte mich bei Noelle, dass ich keine Ahnung habe, was ich für Berlin einpacken soll.

Worauf meine Tochter erwiderte:
„Für Berlin zu packen ist doch das Einfachste der Welt: 
du brauchst nur gute Basics in Grundfarben, und zusätzlich einen tollen Mantel mit mega Schuhen – das war schon alles.“





Und sie hat so Recht damit!
Innerhalb von Minuten war mein Koffer fertig gepackt, und ich fühle mich sehr wohl mit meiner Auswahl.

Ein Tipp:
Für Tagsüber habe ich Stiefeletten und Sneaker mitgenommen – für die Abende 2 paar schöne, ausgefallene Higheels, die alles in wenigen Sekunden auf Abendoutfit tunen.




Ganz besonders glücklich bin ich mit meinem neuen Oversize-Mantel.
Dieser ist einerseits sehr lässig geschnitten, und wirkt dadurch unglaublich hip – andererseits hat er durch die schwarzgerahmten Kanten genau den richtigen Touch Eleganz, den ich so liebe.
Ich finde, dass das Design etwas an Chanel erinnert – und der Schnitt wirklich High Fashion ist.
Außerdem wirkt er viel hochwertiger, als der Preis es vermuten lässt.



Und weil ich schon dabei war, kamen noch ein paar Leo-Pumps mit: das sind Key-Pieces an denen man jahrelang Freude hat, weil Leo sowohl zu Jeans und Tshirt als auch zum kleinen Schwarzen einfach immer funktioniert.


Beide Teile kommen von Topshop – ich war mit der unkomplizierten Lieferung innerhalb von 2 Tagen und der kostenlosen Rücksendung sehr zufrieden.
Schön, wenn man die Möglichkeit hat, etwas zu tragen, was nicht überall hierzulande erhältlich ist – die Preise sind fair und die Qualität in Ordnung.




Bei Topshop habe ich bereits in London eingekauft, und auch wenn das Label ein eher junges Zielpublikum anspricht:
traut euch ruhig, mal 1-2 Teile dort zu bestellen, und mit euren vorhandenen Sachen zu kombinieren!
Auf diese Weise entgeht ihr ganz einfach der „Mutti-Look“-Falle ;).





Ich habe ein paar unkomplizierte und stylishe Outfits für euch zusammengestellt – ready to go für die Stadt!
Die Basis bildet immer ein ausgefallener Mantel im aktuellen Schnitt, kombiniert mit ein paar einfachen Basics, die man immer braucht.
Mit diesen 5 Mänteln liegt ihr immer richtig!



Ich trage diese Kombi:

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2. HIER
3. HIER
4. HIER
5. HIER
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Dieser Mantel in s/w ist perfekt für jede Figur - er schwingt schön beim Gehen, wirkt sehr feminin, und funktioniert genauso gut mit flachen Boots.
1. HIER
2. HIER
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Meinen Boucle-Mantel vom letzten Jahr (zu sehen z.B. hier) liebe ich nach wie vor sehr - und die helle Pastellfarbe erwies sich überraschenderweise als ein toller Kombipartner!
Im Winter funktioniert Pastell sehr gut zu dunklen Grundfarben, probiert es mal aus.
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Exakt denselben Kunstfellmantel habe ich bereits im Sommer in Rom bei Max Mara gekauft – hier gibt es ihn für 1/3 des Preises.
Sieht in schwarz übrigens noch etwas edler aus.
Noch ein Tipp: kombiniert ein Seidentop zu etwas kürzer geschnittenen Strickoberteilen, das sieht sehr süß aus, wenn es etwas herausschaut!
1. HIER
2. HIER
3. HIER
4. HIER
5. HIER
6. HIER
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Und zum Schluss einer meiner Favoriten: zu diesem Mantel funktioniert der simpelste "all black" oder "all grey" - Look: alles sieht damit einfach großartig aus!
Und die Schuhe erst!

1. HIER
2. HIER
3. HIER
4. HIER
5. HIER






Zum Schluss noch eine gute Nachricht:
gemeinsam mit Topshop verlose ich heute den Lieblingsmantel einer Leserin!

Verlinkt einfach euer Lieblingsstück aus der Kategorie Mäntel/Jacken von Topshop in den Kommentaren und schreibt eure Größe dazu – so klappt es am einfachsten.






1. 
Verratet mir euren Lieblingsmantel oder Jacke von Topshop - und schreibt bitte eure Konfektionsgröße dazu.



2. 
- Wer bei Facebook den Link zur Verlosung teilt, hat DOPPELTE Gewinnchancen.
- Wer die Verlosung auf seinem Blog verlinkt, hat eine ZUSÄTZLICHE Gewinnchance!
- NEU:
  Wer die Verlosung auf seinem Instagram-Account teilt, hat eine ZUSÄTZLICHE Gewinnchance!

Schreibt auch das bitte als Vermerk in Euren Kommentar.



Mitmachen kann jeder - mit oder ohne Blog.

Ihr müsst angemeldet sein, um einen Kommentar hinterlassen zu können - um Verwechslungen und mehrfach Lose zu vermeiden.
Das geht ganz schnell und einfach: HIER.

Und bitte KEINE Mails, es geht NUR per Kommentar.

Das Gewinnspiel gilt für Leser aus Deutschland, Österreich und Schweiz.
Teilnahme unter 18 Jahren nur mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Rechtsweg ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne nicht möglich.


WICHTIG:
Bitte beachtet, dass ich keine Gewinner anschreibe - ich veröffentliche sie auf dem Blog.
Sollten sich die Gewinner der Verlosung innerhalb von 2 Wochen nicht melden, verlose ich den Gewinn noch einmal.


Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 4.11.2014.


Liebesgrüße
Joanna

Freitag, 24. Oktober 2014

Healthy chocolate cookies + 5 facts about Americans.


You can read this post in english HERE.



Noch NIE wurde ich so für meine Kochkünste so überschwenglich gelobt wie gestern.
Dabei habe ich nichts Großartiges aufgetischt: es gab Quinoasalat, Lachs vom Grill und Kürbis mit Schafskäse aus dem Ofen.
Als ich heute morgen eine Vollkornbrotscheibe mit Frischkäse bestrich, mit kleingehackten Rucola und Radieschen bestreute, und mein Kind vor Glück seufzend (!) neben mir stand, müsste spätestens jetzt der langjährige Leser ahnen:
Noelle ist wieder da.

Sie wollen auch ein dankbares Kind?
Schicken Sie es einfach ins Ausland - gerne nach Amerika.
So wenig allerdings, wie Berlin Deutschland ist, ist New York Amerika, deshalb: wie wäre es mit Missouri?
Vorzugsweise einem kleinen Ort weit weg von Großstädten?

Auch wenn es mir absolut bewusst ist, dass die Erdbeerkäse-Fraktion genauso häufig überall auf der Welt anzutreffen ist (jaaaaa, auch in Recklinghausen!): 
Noelle hatte mit dem Essverhalten in Übersee schwer zu kämpfen.












Sonstige Unterschiede laut Noelle:


1. Alles ist GROß.
Kühlschränke, Autos, Getränke, Straßen, McDonalds-Menüs, Menschen (direkte Folge der großen Menüs), die Auswahl an Frühstücks-Flakes, Shopping Malls, Straßen, alles.


2. Die Amerikaner lieben es KALT.
Klimaanlagen überall: in der Schule, in den Häusern, in den Shoppingmalls, in den Museen.
Auch die Kühlschränke sind viel kälter eingestellt als bei uns - alles darin ist kurz vor dem Gefrierpunkt.
Die Getränke werden extrem kalt getrunken.
Bestellt man einen Apfel (z.B. statt der Pommes zum Menü) - wird dieser so kalt serviert, dass man kaum reinbeißen kann.


3. Sie essen SÜß UND FETTIG UND BUNT.
Noelle kam es vor, wie wenn es nur 3 Geschmacksrichtungen gegeben hätte: 
1. Extrem süß 
2. Extrem fettig.
3. Beides gleichzeitig.

Außerdem lieben alle buntes Essen - je knalliger und unnatürlicher die Farben, umso besser!
Sogar die Haribo-Gummibärchen haben intensivere Farben als die unseren, und schmecken deutlich süßer.
Es gibt Limonade mit White Chocolate Bacon- und Barbecue-Geschmack - wobei am Ende alles beinahe gleich schmeckt.
Und zwar: süß.

(Die "clean eating/healthy food"-Bewegung scheint eher in den Großstädten vertreten zu sein).


4. Die Schüler haben einen großartigen SCHOOL SPIRIT.
Alle stehen voller Überzeugung hinter ihrer Schule, tragen stolz die Schulshirts/Jacken, besuchen die Footballspiele und sonstige Schulveranstatungen zahlreich.
Kurse wie Tanzen, Cheerleading, March Band, Jazz Band, Football, Kochen, Theater, Health sind normale Unterrichtsfächer.


5. They love to DRESS UP.
Alle lieben Bälle und festliche Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden - dementsprechend wird sich zu diesen Gelegenheiten extrem aufgehübscht (während das übliche Schuloutift sehr oft nachlässig und fast gammelig ist, und kaum jemand etwas anderes als Jogginghosen trägt).

Zum Ball wird aber Gas gegeben:
die Mädchen (und ihre Mütter) gehen zum Frisur für kunstvolle Locken, lassen sich schminken und die Nägel machen, und kaufen für Prom und Homecomig jedes mal ein neues Kleid.
Genauso glamourös sind übrigens die Mütter, die die Kinder pausenlos fotografieren, und dabei vor Stolz platzen - dass diese hübsch aussehen/ein Date haben/Ballkönigin werden.
Homecoming-Queen oder -king zu werden ist nämlich ganz großes Kino.












Eine große Vorliebe hat Noelle mit nach Hause gebracht: amerikanische Cookies isst sie noch viel lieber als jemals zuvor!
Allerdings müssen sie innen noch gummiartig weich sein.


Diesmal habe ich mich an einem etwas gesünderen Rezept versucht: 
diese Schokoladencookies werden mit Raw Chocolate zubereitet, sind randvoll mit guten Sachen - und schmecken einfach superlecker.





Healthy Chocolate Chip Cookies


Feuchte Zutaten:

1 EL geschrotete Leinsamen (in 3 EL Wasser eingeweicht)
1 Ei
50g geschmolzenes Kokosöl
60g Butter
80g Rohrzucker
eine Messerspitze Vanillemark oder etwas gemahlene Vanille



Trockene Zutaten:

1/2 TL Backpulver
Eine Prise Meersalz
3 EL rohes Kakao Pulver (z.B. von Amazon)
80g Haferflocken-Mehl (einfach Haferflocken im Mixer zerkleinern)
100g Weizenmehl (kann man auch mit Vollkornmehl mischen)
3 EL Milch
150 g kleingehackte Zartbitter Schokolade (Rohschokolade)
3-4 EL getrocknete Cranberries oder Rosinen


1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel die feuchten Zutaten vermengen (Leinsamen, Ei, Kokosöl, Butter, Rohrzucker, Vanillemark).
2. Jetzt Schritt für Schritt die trockenen Zutaten dazu unterrühren. Wenn der Teig zu trocken wird, einfach etwas Milch dazugeben. Der Teig ist ideal, wenn man damit (einigermaßen gut) kleine Bällchen formen kann.
3. Nun aus dem Teig kleine Bällchen formen (sollten ca. die Größe eines Golfballes haben) und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Anschließend die Teigbällchen etwas herunterdrücken, so dass sie ca. 1-1,5 cm dick sind. 
4. Nun ca. 9 Minuten backen, so dass sie von innen noch schön weich sind - je nach Größe und Dicke kann es etwas länger oder kürzer sein.





Das große Ball Mason Glas gibt es bei Blueboxtree, es eignet sich hervorragend für eine größere Menge Cookies.
Die Etagere ist von Räder.



Liebesgrüße
Joanna

p.s. Bleiben Sie dran, wenn es demnächst heißt: "5 Fakten über die Bewohner der Südmongolei.  "
Verfasst von Ben.

WENN'S HILFT?!


Mittwoch, 22. Oktober 2014

5 Interior-styling Regeln, die jeder umsetzen kann (+Gewinner)



You can read this post in english HERE.



Heute widmen wir uns dem Thema Innendekoration - und wie man damit spielerisch eine wunderschöne Umgebung schafft.

Machen Sie es sich also bequem, und genießen Sie den Vortrag - ja, auch Sie dahinten in der letzten Reihe.
Bitte keine sms schreiben und nicht auf dem Stuhl schaukeln (sonst: Kuchen backen, ihr kennt das.)









Meine Tochter Jil ist übrigens keine Dekoration (wobei sie durchaus dekorativ schauen kann, keine Frage!), allerdings kriege ich sie so selten zu sehen, dass ich ein paar Schnappschüsse machen muss, wenn sie schon mal da ist ;).










Diese 5 einfachen Punkte werden euch dabei helfen, euren Wohnräumen einen individuellen und wunderschönen Ausdruck zu verleihen.

Genau wie im Möbelhaus wohnen will nämlich kaum jemand - und sei es ein schwedisches ;).
Damit das nicht passiert, zeige ich euch heute 5 Regeln, wie ihr ohne großen Aufwand und Budget ein schönes Ergebnis bekommt.


Das ganze Geheimnis ist ein gekonnter Mix aus:


1. ALT + NEU

Für mich persönlich das Allerschönste: moderne Elemente mit ein paar Hinguckern vom Flohmarkt gemischt.
Warum das so ist?
Weil Fundstücke vom Flohmarkt (oder Antiquitätenladen/Erbstücke) sehr viel mehr von der Person verraten, als diejenigen, die in einer Möbelausstellung gekauft wurden - dort übernimmt man nämlich oft einfach die Vorschläge der Stylisten.
Aber inmitten von anderem Sperrmüll ein Teil zu entdecken, welches sich in einer anderen Umgebung perfekt einfügt, und sogar für den WOW-Effekt sorgt, ist eine Kunst für sich!

Ein altes Teil inmitten der aktuellen Stücke schenkt genau den richtigen Spannungsmoment, damit es dem Auge nicht langweilig wird.

Das kann ein altes s/w-Foto inmitten moderner Drucke sein.
Oder eine antike Kamera auf dem Stapel Bücher über zeitgemäßes Wohnen.
Oder ein alter Holzschemel vor einem modernen Sofa.

Eine schöne Idee:
besondere Stücke, die sonst ein bisschen "verloren gehen" würden, setzt man perfekt mit einer Glasglocke in Szene.
Eine Glasglocke ruft automatisch: "schau hier, ich bin besonders kostbar!" und erhebt das Stück sofort zu einer Skulptur - sei es nur ein kleines Geweih vom Flohmarkt.








2. MODERN + RUSTIKAL.

Oft entscheidet nicht unbedingt nur das Alter der Dinge - sondern vielmehr deren Wirkung.
Beispiel: eine Vase aus den 60ern ist oft - obwohl vintage - von der Form her kaum von vielen heutigen Dekoelementen zu unterscheiden, da sich einige Labels an den vergangenen Klassikerentwürfen wieder orientieren.
Das ist so weit kein Problem - man muss lediglich sicher stellen, dass nicht wieder alles wie "aus einem Guss" aussieht.

Probiert also ruhig mal aus, in eine moderne Umgebung etwas rustikales reinzustellen!

Eine grob gewebte Decke der Schweizer Armee auf ein modernes Sofa mit geraden Linien.
Eine Gruppe Kerzenleuchter aus Holz auf einer schlichten, neuen Kommode.
Ein Weidenkorb (Korbgelecht wirkt immer rustikal und ein bisschen gemütlich) mit Zeitschriften vor einem modernen Kamin.







3. ZART + RAU.

Strukturen zu mixen ist eins der wichtigsten Styling-Handgriffe.

Funktioniert im Großen:
rauher Holztisch mit Stühlen aus Kunstoff (glatt).

Wie auch im Kleinen:
eine grobe Holzschale mit vielen Äpfeln gefüllt, die glatt und glänzend darin kullern.
Ein paar zarte Federn und Maronen, die von stacheliger Schale umhüllt sind, und in glatten Porzellanschalen liegen.

Raub und glatt - weich und hart - zart und robust:
der Mix erzielt einen wunderschönen, individuellen und spannenden Effekt!





4. VOLL + LEER.

Zugegeben, dieser Punkt hängt wohl am meisten mit dem persönlichen Stilempfinden und der Persönlichkeit zusammen, aber trotzdem behaupte ich:

die meisten Menschen mögen keine zu vollgestellten Räume.
Gerade Frauen haben manchmal den Drang, überall noch ein Blümchen/Duftkerze/Dekoteil aufzustellen oder ein Bild aufzuhängen.


Aber: 
die schönsten Teile wirken nicht, wenn sie nicht zur Geltung kommen - also: Mut zur Lücke!
Mut zur weißen Wand!
Gruppiere die Gegenstände etwas (wie zum Beispiel die weißen Porzellanbowls auf einem Tablett - gemeinsam mit Duftkerzen), und lasse zwischen den Gruppen genügend Platz.
Aber nicht, um diesen wieder vollzustellen ("oh, da ist noch Platz, da könnte ich noch das kleine Windlicht...") - sondern einfach LEEREN Platz.

Genauso kalt und ungemütlich ist es aber auch, wenn man einfach ALLES weglässt, nach dem Motto:
"ich mag es nicht vollgestellt" - in solchen Räumen hat man stets den Eindruck, der Besitzer ist gerade eingezogen, und hat noch nicht fertig ausgepackt ;).
Das wirkt kalt und ungemütlich - eine Atmosphäre entsteht nämlich erst durch die Details.







5. DAS WICHTIGSTE: 
Don't take it too serious.

Es ist NUR Deko.
Spielen für Erwachsene.
Kreativer Zeitvertreib.

Manche haben eine natürliche Begabung dafür, und alles sieht immer perfekt aus, manche tun sich grundsätzlich etwas schwerer damit, ein Stillleben aus Gegenständen zu zaubern.
Mal klappt es hervorragend, mal passt nichts zusammen, unabhängig davon, wie oft man Dinge hin und her schiebt.

Deshalb: scheißegal!
Es geht viel mehr um's Spielen und Ausprobieren, um Stöbern auf Flohmärkten, um sich inspirieren lassen und genießen, als um irgendwelche Leistung - oder gar Eindruck schinden.
Deshalb niemals einen Anspruch an sich haben und sich gar unter Druck setzen lassen, nicht das Thema zu ernst nehmen, sondern ganz spielerisch und unbekümmert seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Was nützt einem die schönste Umgebung, wenn die Person darin unzufrieden, gestresst oder frustriert ist?
So schön, wie die Liebe alles macht, kannste niemals dekorieren...






Bezugsquellen:

Glasglocke: La Maison
Porzellan Bowls Bloomingville: La Maison

Poster (groß und klein): Villa Smilla

Geweihe, Kamera: Flohmarkt


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Bei der Jacobs-Verlosung hat gewonnen:
Lilli und Lotta


Bei der Babyssimo-Verlosung hat gewonnen:
Kate MUC

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Lieben, bitte meldet euch per Mail bei mir.



Liebesgrüße
Joanna

p.s. Habt Ihr mein großes neues Geweih gesehen?
Jahaaaaa ;)?
Jetzt muss ich leider umziehen, damit nicht jede leere Wand vollhängt...