Freitag, 24. Oktober 2014

Healthy chocolate cookies + 5 facts about Americans.


You can read this post in english HERE.



Noch NIE wurde ich so für meine Kochkünste so überschwenglich gelobt wie gestern.
Dabei habe ich nichts Großartiges aufgetischt: es gab Quinoasalat, Lachs vom Grill und Kürbis mit Schafskäse aus dem Ofen.
Als ich heute morgen eine Vollkornbrotscheibe mit Frischkäse bestrich, mit kleingehackten Rucola und Radieschen bestreute, und mein Kind vor Glück seufzend (!) neben mir stand, müsste spätestens jetzt der langjährige Leser ahnen:
Noelle ist wieder da.

Sie wollen auch ein dankbares Kind?
Schicken Sie es einfach ins Ausland - gerne nach Amerika.
So wenig allerdings, wie Berlin Deutschland ist, ist New York Amerika, deshalb: wie wäre es mit Missouri?
Vorzugsweise einem kleinen Ort weit weg von Großstädten?

Auch wenn es mir absolut bewusst ist, dass die Erdbeerkäse-Fraktion genauso häufig überall auf der Welt anzutreffen ist (jaaaaa, auch in Recklinghausen!): 
Noelle hatte mit dem Essverhalten in Übersee schwer zu kämpfen.












Sonstige Unterschiede laut Noelle:


1. Alles ist GROß.
Kühlschränke, Autos, Getränke, Straßen, McDonalds-Menüs, Menschen (direkte Folge der großen Menüs), die Auswahl an Frühstücks-Flakes, Shopping Malls, Straßen, alles.


2. Die Amerikaner lieben es KALT.
Klimaanlagen überall: in der Schule, in den Häusern, in den Shoppingmalls, in den Museen.
Auch die Kühlschränke sind viel kälter eingestellt als bei uns - alles darin ist kurz vor dem Gefrierpunkt.
Die Getränke werden extrem kalt getrunken.
Bestellt man einen Apfel (z.B. statt der Pommes zum Menü) - wird dieser so kalt serviert, dass man kaum reinbeißen kann.


3. Sie essen SÜß UND FETTIG UND BUNT.
Noelle kam es vor, wie wenn es nur 3 Geschmacksrichtungen gegeben hätte: 
1. Extrem süß 
2. Extrem fettig.
3. Beides gleichzeitig.

Außerdem lieben alle buntes Essen - je knalliger und unnatürlicher die Farben, umso besser!
Sogar die Haribo-Gummibärchen haben intensivere Farben als die unseren, und schmecken deutlich süßer.
Es gibt Limonade mit White Chocolate Bacon- und Barbecue-Geschmack - wobei am Ende alles beinahe gleich schmeckt.
Und zwar: süß.

(Die "clean eating/healthy food"-Bewegung scheint eher in den Großstädten vertreten zu sein).


4. Die Schüler haben einen großartigen SCHOOL SPIRIT.
Alle stehen voller Überzeugung hinter ihrer Schule, tragen stolz die Schulshirts/Jacken, besuchen die Footballspiele und sonstige Schulveranstatungen zahlreich.
Kurse wie Tanzen, Cheerleading, March Band, Jazz Band, Football, Kochen, Theater, Health sind normale Unterrichtsfächer.


5. They love to DRESS UP.
Alle lieben Bälle und festliche Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden - dementsprechend wird sich zu diesen Gelegenheiten extrem aufgehübscht (während das übliche Schuloutift sehr oft nachlässig und fast gammelig ist, und kaum jemand etwas anderes als Jogginghosen trägt).

Zum Ball wird aber Gas gegeben:
die Mädchen (und ihre Mütter) gehen zum Frisur für kunstvolle Locken, lassen sich schminken und die Nägel machen, und kaufen für Prom und Homecomig jedes mal ein neues Kleid.
Genauso glamourös sind übrigens die Mütter, die die Kinder pausenlos fotografieren, und dabei vor Stolz platzen - dass diese hübsch aussehen/ein Date haben/Ballkönigin werden.
Homecoming-Queen oder -king zu werden ist nämlich ganz großes Kino.












Eine große Vorliebe hat Noelle mit nach Hause gebracht: amerikanische Cookies isst sie noch viel lieber als jemals zuvor!
Allerdings müssen sie innen noch gummiartig weich sein.


Diesmal habe ich mich an einem etwas gesünderen Rezept versucht: 
diese Schokoladencookies werden mit Raw Chocolate zubereitet, sind randvoll mit guten Sachen - und schmecken einfach superlecker.





Healthy Chocolate Chip Cookies


Feuchte Zutaten:

1 EL geschrotete Leinsamen (in 3 EL Wasser eingeweicht)
1 Ei
50g geschmolzenes Kokosöl
60g Butter
80g Rohrzucker
eine Messerspitze Vanillemark oder etwas gemahlene Vanille



Trockene Zutaten:

1/2 TL Backpulver
Eine Prise Meersalz
3 EL rohes Kakao Pulver (z.B. von Amazon)
80g Haferflocken-Mehl (einfach Haferflocken im Mixer zerkleinern)
100g Weizenmehl (kann man auch mit Vollkornmehl mischen)
3 EL Milch
150 g kleingehackte Zartbitter Schokolade (Rohschokolade)
3-4 EL getrocknete Cranberries oder Rosinen


1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel die feuchten Zutaten vermengen (Leinsamen, Ei, Kokosöl, Butter, Rohrzucker, Vanillemark).
2. Jetzt Schritt für Schritt die trockenen Zutaten dazu unterrühren. Wenn der Teig zu trocken wird, einfach etwas Milch dazugeben. Der Teig ist ideal, wenn man damit (einigermaßen gut) kleine Bällchen formen kann.
3. Nun aus dem Teig kleine Bällchen formen (sollten ca. die Größe eines Golfballes haben) und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Anschließend die Teigbällchen etwas herunterdrücken, so dass sie ca. 1-1,5 cm dick sind. 
4. Nun ca. 9 Minuten backen, so dass sie von innen noch schön weich sind - je nach Größe und Dicke kann es etwas länger oder kürzer sein.





Das große Ball Mason Glas gibt es bei Blueboxtree, es eignet sich hervorragend für eine größere Menge Cookies.
Die Etagere ist von Räder.



Liebesgrüße
Joanna

p.s. Bleiben Sie dran, wenn es demnächst heißt: "5 Fakten über die Bewohner der Südmongolei.  "
Verfasst von Ben.

WENN'S HILFT?!


Mittwoch, 22. Oktober 2014

5 Interior-styling Regeln, die jeder umsetzen kann (+Gewinner)



You can read this post in english HERE.



Heute widmen wir uns dem Thema Innendekoration - und wie man damit spielerisch eine wunderschöne Umgebung schafft.

Machen Sie es sich also bequem, und genießen Sie den Vortrag - ja, auch Sie dahinten in der letzten Reihe.
Bitte keine sms schreiben und nicht auf dem Stuhl schaukeln (sonst: Kuchen backen, ihr kennt das.)









Meine Tochter Jil ist übrigens keine Dekoration (wobei sie durchaus dekorativ schauen kann, keine Frage!), allerdings kriege ich sie so selten zu sehen, dass ich ein paar Schnappschüsse machen muss, wenn sie schon mal da ist ;).










Diese 5 einfachen Punkte werden euch dabei helfen, euren Wohnräumen einen individuellen und wunderschönen Ausdruck zu verleihen.

Genau wie im Möbelhaus wohnen will nämlich kaum jemand - und sei es ein schwedisches ;).
Damit das nicht passiert, zeige ich euch heute 5 Regeln, wie ihr ohne großen Aufwand und Budget ein schönes Ergebnis bekommt.


Das ganze Geheimnis ist ein gekonnter Mix aus:


1. ALT + NEU

Für mich persönlich das Allerschönste: moderne Elemente mit ein paar Hinguckern vom Flohmarkt gemischt.
Warum das so ist?
Weil Fundstücke vom Flohmarkt (oder Antiquitätenladen/Erbstücke) sehr viel mehr von der Person verraten, als diejenigen, die in einer Möbelausstellung gekauft wurden - dort übernimmt man nämlich oft einfach die Vorschläge der Stylisten.
Aber inmitten von anderem Sperrmüll ein Teil zu entdecken, welches sich in einer anderen Umgebung perfekt einfügt, und sogar für den WOW-Effekt sorgt, ist eine Kunst für sich!

Ein altes Teil inmitten der aktuellen Stücke schenkt genau den richtigen Spannungsmoment, damit es dem Auge nicht langweilig wird.

Das kann ein altes s/w-Foto inmitten moderner Drucke sein.
Oder eine antike Kamera auf dem Stapel Bücher über zeitgemäßes Wohnen.
Oder ein alter Holzschemel vor einem modernen Sofa.

Eine schöne Idee:
besondere Stücke, die sonst ein bisschen "verloren gehen" würden, setzt man perfekt mit einer Glasglocke in Szene.
Eine Glasglocke ruft automatisch: "schau hier, ich bin besonders kostbar!" und erhebt das Stück sofort zu einer Skulptur - sei es nur ein kleines Geweih vom Flohmarkt.








2. MODERN + RUSTIKAL.

Oft entscheidet nicht unbedingt nur das Alter der Dinge - sondern vielmehr deren Wirkung.
Beispiel: eine Vase aus den 60ern ist oft - obwohl vintage - von der Form her kaum von vielen heutigen Dekoelementen zu unterscheiden, da sich einige Labels an den vergangenen Klassikerentwürfen wieder orientieren.
Das ist so weit kein Problem - man muss lediglich sicher stellen, dass nicht wieder alles wie "aus einem Guss" aussieht.

Probiert also ruhig mal aus, in eine moderne Umgebung etwas rustikales reinzustellen!

Eine grob gewebte Decke der Schweizer Armee auf ein modernes Sofa mit geraden Linien.
Eine Gruppe Kerzenleuchter aus Holz auf einer schlichten, neuen Kommode.
Ein Weidenkorb (Korbgelecht wirkt immer rustikal und ein bisschen gemütlich) mit Zeitschriften vor einem modernen Kamin.







3. ZART + RAU.

Strukturen zu mixen ist eins der wichtigsten Styling-Handgriffe.

Funktioniert im Großen:
rauher Holztisch mit Stühlen aus Kunstoff (glatt).

Wie auch im Kleinen:
eine grobe Holzschale mit vielen Äpfeln gefüllt, die glatt und glänzend darin kullern.
Ein paar zarte Federn und Maronen, die von stacheliger Schale umhüllt sind, und in glatten Porzellanschalen liegen.

Raub und glatt - weich und hart - zart und robust:
der Mix erzielt einen wunderschönen, individuellen und spannenden Effekt!





4. VOLL + LEER.

Zugegeben, dieser Punkt hängt wohl am meisten mit dem persönlichen Stilempfinden und der Persönlichkeit zusammen, aber trotzdem behaupte ich:

die meisten Menschen mögen keine zu vollgestellten Räume.
Gerade Frauen haben manchmal den Drang, überall noch ein Blümchen/Duftkerze/Dekoteil aufzustellen oder ein Bild aufzuhängen.


Aber: 
die schönsten Teile wirken nicht, wenn sie nicht zur Geltung kommen - also: Mut zur Lücke!
Mut zur weißen Wand!
Gruppiere die Gegenstände etwas (wie zum Beispiel die weißen Porzellanbowls auf einem Tablett - gemeinsam mit Duftkerzen), und lasse zwischen den Gruppen genügend Platz.
Aber nicht, um diesen wieder vollzustellen ("oh, da ist noch Platz, da könnte ich noch das kleine Windlicht...") - sondern einfach LEEREN Platz.

Genauso kalt und ungemütlich ist es aber auch, wenn man einfach ALLES weglässt, nach dem Motto:
"ich mag es nicht vollgestellt" - in solchen Räumen hat man stets den Eindruck, der Besitzer ist gerade eingezogen, und hat noch nicht fertig ausgepackt ;).
Das wirkt kalt und ungemütlich - eine Atmosphäre entsteht nämlich erst durch die Details.







5. DAS WICHTIGSTE: 
Don't take it too serious.

Es ist NUR Deko.
Spielen für Erwachsene.
Kreativer Zeitvertreib.

Manche haben eine natürliche Begabung dafür, und alles sieht immer perfekt aus, manche tun sich grundsätzlich etwas schwerer damit, ein Stillleben aus Gegenständen zu zaubern.
Mal klappt es hervorragend, mal passt nichts zusammen, unabhängig davon, wie oft man Dinge hin und her schiebt.

Deshalb: scheißegal!
Es geht viel mehr um's Spielen und Ausprobieren, um Stöbern auf Flohmärkten, um sich inspirieren lassen und genießen, als um irgendwelche Leistung - oder gar Eindruck schinden.
Deshalb niemals einen Anspruch an sich haben und sich gar unter Druck setzen lassen, nicht das Thema zu ernst nehmen, sondern ganz spielerisch und unbekümmert seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Was nützt einem die schönste Umgebung, wenn die Person darin unzufrieden, gestresst oder frustriert ist?
So schön, wie die Liebe alles macht, kannste niemals dekorieren...






Bezugsquellen:

Glasglocke: La Maison
Porzellan Bowls Bloomingville: La Maison

Poster (groß und klein): Villa Smilla

Geweihe, Kamera: Flohmarkt


**********************************



Bei der Jacobs-Verlosung hat gewonnen:
Lilli und Lotta


Bei der Babyssimo-Verlosung hat gewonnen:
Kate MUC

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Lieben, bitte meldet euch per Mail bei mir.



Liebesgrüße
Joanna

p.s. Habt Ihr mein großes neues Geweih gesehen?
Jahaaaaa ;)?
Jetzt muss ich leider umziehen, damit nicht jede leere Wand vollhängt...





Montag, 20. Oktober 2014

Lieblingsparka + Wildschweinsalami + happy moments


You can read this post in english HERE.

Ben und ich schlendern über den Wochenmarkt - er zeigt mir gelbe Karotten, lila Tomaten, riesige Paprikaschoten aus Sizilien, Zucchinis, die rund wie ein Ball sind, und rote Zwiebeln in der Größe kleiner Kürbisse.
Wir probieren frischen Apfelsaft und süße Mangos, und kaufen kleine rote Äpfel und Beete in verschiedenen Farben ein. 
Wir schleppen die viel zu schweren Tüten nach Hause und unterhalten uns staunend über die unglaublich kreative Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten.


Ich sitze auf einer Steintreppe mitten in der Stadt, und esse ein Sandwich, das an einem kleinen Stand angeboten wurde: zwei Scheiben Roggenbrot umhüllen frisch gegrilltes, hauchdünn geschnittenes Schweinefilet vom Landschwein und Krautsalat. 
Die Sonne scheint durch das herbstlich gefärbte Laub, ich schließe meine Augen und atme die wunderbar milde Luft ein.


Ben und ich schauen uns gemeinsam ein Programm eines englischen Comedy-Stars auf youtube an.
Das machen wir seit einigen Tagen, täglich nur wenige Minuten lang - die Hälfte verstehen wir kaum, finden alles nichtsdestotrotz alles unheimlich lustig.


Der Mann schlägt vor, eine Wildschweinsalami von einem Spezialitätenstand auf dem Markt zu kaufen.
Ich vereine (Wildschweinsalami?! Bitte was?!)
Er schlägt vor, diese wenigstens zu probieren. 
Ich verneine. 
Er fragt nach dem Preis: das kleine Stück kostet 11,-€, ich verneine abermals. 
Wir probieren die Salami trotzdem, ich kann einfach nicht glauben, wie gut sie ist.
Wie konnte ich jemals ohne Wildschweinsalami leben?
Der Mann kann echt froh sein, dass ich nicht lockergelassen habe.


Jil und ich stehen im Stau, und kommen zu spät zu einem Event - alles schaut zu uns, als wir reinplatzen und lachend und flüsternd ein bisschen Unruhe und vor allem Stimmung in der ansonsten bisher eher steifen Runde verbreiten.
Ich bekomme die Haare gemacht, und will die Stylistin auf der Stelle heiraten und mit nach Hause nehmen.


Der Mann, Jil und ich sitzen unter einem riesigen Sonnenschirm beim Vapiano, essen Pasta, unterhalten uns über unsere Erlebnisse und Träume, schreiben parallel mit Noelle, die gerade in Amerika ist, und machen vor allem ständig irgendwelchen Quatsch.


Ich mische die letzten Zwetschgen der Saison mit Brombeeren, Himbeeren und kleinen, süßen Trauben vom Markt zu einem herbstlichen Obstsalat, und mache eine große Kanne Schwarztee für alle.


Der Mann und ich schlendern über einen Flohmarkt, und finden ein Geweih (WEIL WIR NOCH KEINS HABEN, DESWEGEN!), und einen kleinen Tisch für Jils Küche.
Daheim angekommen stelle ich fest, dass ich den Tisch viel lieber selbst behalten will - das Kind will daraufhin sofort nach Berlin aufbrechen.
Zu Fuß.
Mit Tisch unter'm Arm.



Ich kuschele mich mit einem Buch auf das Sofa, und zünde überall die Kerzen an, während Jil Feiern geht.
Und die Männer schwimmen.
Ich will nicht sagen, dass ich beim Lesen ein bisschen nasche - aber Wildschweinsalami ist am nächsten Tag keine mehr da.
(was ja auch nur gerecht ist, schließlich habe ich darauf bestanden, dass wir sie kaufen.)


(Und das alles passierte an einem einzigen Tag!)





Warum ich das für euch aufgeschrieben habe?
Weil ich jeden einzelnen Augenblick dachte: "Das ist jetzt der schönste und intensivste Augenblick meines Lebens. Der weltschönste Moment. Der größtmögliche Genuss."

Zugegeben, vordergründig hängt alles oft mit Essen zusammen (ich habe aber auch total oft Hunger!), aber darum geht es mir gar nicht: 
wozu ich euch viel mehr inspirieren möchte, ist dieser extreme Genuss - ganz unabhängig von der jeweiligen Situation, Zeit, Ort oder Begleitung.






Ich glaube, dass viele einfach die täglichen Dinge "erledigen" - und sich Zeit zum Genießen erst nehmen, wenn sie z.B. in Paris sind.
Oder am Wochenende.
Oder wenn die Kinder größer sind.
Oder: endlich Urlaub!

Ich aber finde es einfach immer und überall so unbeschreiblich schön - ob London oder Stuttgart, ob alleine oder zu zweit, ob unterwegs oder am Esstisch daheim.
Es liegt auch nicht an einer (Wildschwein-)Salami oder an den Mitmenschen.

Ich bin einfach in mir drin so glücklich, und gleichzeitig absolut nicht dazu bereit, mich 
a) unter Zeitdruck setzen zu lassen, oder
b) Dinge zu erledigen, und dabei im Kopf einen anderen Film laufen zu lassen - also nicht bewusst da zu sein, wo ich gerade bin, oder
c) mich in irgendeiner Weise gelangweilt, deprimiert, traurig, melancholisch oder frustriert zu fühlen.

Ich bin mir einfach zu schade dafür!
Und es kann mich keiner zwingen, wenn ich es nicht will, richtig?

Woah, ich könnte schon wieder einen Inspirationspost schreiben, ich schwör's... 







Purer Genuss ist auch mein neuer Parka - komplett mit Fell gefüttert, und mit einer schönen, großen Kapuze ausgestattet.
(Ich kann die Tierschützer übrigens beruhigen: für dieses Fell ist kein Tier extra gestorben, da ausschließlich die Produkte aus der Nahrungsmittelindustrie verwendet wurden. Es war also "übrig" - und ist rein technisch nicht anders als Lederschuhe, etc.)

Der Parka ist die perfekte Mischung aus lässig und superwarm!
Bei Jil war es übrigens große Liebe auf den ersten Blick ("weil der Winter in Berlin so kalt ist!"), und so habe ich bald keinen Parka UND keinen Tisch.








Parka: HIER
Große Tine K. home Vase: HIER
(beides von Villa Smilla)

Ancle Boots: Boss
Lederhose: Hallhuber

Fellkissen: selbstgenäht
Tine K. home-Kissen: La Maison


Liebesgrüße
Joanna


p.s. Wer mitlachen will: Eddie Izzard ist einfach der Größte!




Freitag, 17. Oktober 2014

Reiselust mit AirBnB




Für alle mit akutem Fernweh oder denjenigen, die Inspiration beim Verreisen brauchen: 
fest anschnallen, denn nach dem Lesen dieses Posts werdet ihr garantiert eure nächsten Spontanreise planen!

Egal, ob es ein Loft in New York für eine Nacht, ein stylishes Apartment in Stockholm für eine Woche ist, ein Beachhouse in Saint-Tropez für ein Wochenende mit Freunden oder ein ganzes Landschloss in der Normandie für den Sommerurlaub - falls ihr etwas Außergewöhnliches sucht, dann werdet ihr mit Sicherheit bei AirBnB fündig.

In über 190 Ländern gibt es individuelle und wunderschön eingerichtete Unterkünfte - und das für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack.
AirBnB ist eine online Plattform, die es Privatpersonen ermöglicht, ihre Domizile zu vermieten - mit verlässlichen Buchungsprozess, sicheren Transaktionen und Erreichbarkeit rund um die Uhr.

Das Besondere daran: mit den persönlichen Tipps der Gastgeber fühlt man sich überall wie zu Hause, und kann die Umgebung wie ein Einheimischer kennenlernen.


Manche der Unterkünfte sind so atemberaubend schön, dass alleine das Anschauen dem Blättern in Wohnmagazinen gleicht: Vorsicht, Suchtgefahr!


Hier sind ein paar meiner Favoriten:



1. Ein Altbau-Loft im Berlin Kreuzberg.
(mehr Details hier).




2. Ein Cottage am See in Schweden.
(mehr Details hier)





3. Ein Designer Loft in NY City.
(mehr Details hier).





4. Ein Baumhaus in der Toscana, Italien.
(mehr Details hier).






 5. Eine moderne Villa in Island.
(mehr Details hier).





Aber es gibt noch unendlich viel mehr außergewöhnliche, gemütliche, stylishe und atemberaubend schöne Locations - es ist für jedes Budget etwas Passendes dabei.
AirBnB ist eine wunderbare Alternative zu anonymen Hotelaufenthalten, weil man durch die privaten Gastgeber einen sofortigen lokalen Bezug hat.

Viel Spaß beim Stöbern und Selbstentdecken ;)!
Und solltet ihr etwas Schönes gesehen haben, dann freue ich mich über einen direkten Link in den Kommentaren!


Liebesgrüße
Joanna



Mittwoch, 15. Oktober 2014

Bad mum + einfachster Zitronenkuchen der Welt.



You can read this post in english HERE.




Das Kind muss zur Strafe einen Kuchen backen - es hat im Unterricht auf dem Stuhl geschaukelt.
(ich mache auch verbotene Sachen, aber ich lasse mich wenigstens nicht dabei erwischen!)

Ich lege ein gelingsicheres Rezept auf den Tisch, und verabschiede mich für den Nachmittag: wer schaukelt und sich erwischen lässt, kann auch selbst backen.
Nach 2 Stunden bin ich zurück, das Haus duftend wunderbar nach Zitronenkuchen.
Wir rühren gemeinsam einen Guss an, garnieren den Kuchen, und bereiten anschließend das Abendessen.
Ich muss zum Elternabend.

2 1/2 Stunden später bin ich wieder da - das Haus duftet immer noch nach Zitronenkuchen.
Wir unterhalten uns über den Elternabend, das Kind geht in sein Zimmer, schlagartig bekomme ich unbändige Lust auf Zitronenkuchen (ich kann es mir auch nicht erklären!).
Und siehe da - ihr ahnt es bereits - entdecke ich einen Zitronenkuchen auf dem Küchentisch.

Das Kind hört verdächtige Geräusche und ruft aus dem Zimmer:
"Muuuuuuuum?!!! Du isst doch nicht etwa gerade den Kuchen?!"
Ich (verschlucke mich beinahe): "Kuffen? Welffen Kuffen? Iff weiff nift, welfen Kuffen du meinft..."
Kind (entsetzter Tonfall): "MUUUUUM!!! Ich brauche genau 24 Stück für morgen! Du DARFST keinen essen!"
Ich: "Thu fpät."
Kind: "MUUUUUUM!!!!"
Ich (vollster Brustton der Überzeugung): "Kein Problem. Wir schaffen 24 Stück. Alles gut."

Am nächsten Morgen schneide ich den Kuchen an.
Es werden genau: 23 Stück.
Egal, wie ich es anstelle - ein Stück fehlt definitiv.
Mist, Mist, Mist.
Schnell, wie komme ich jetzt aus dieser "bad mum"-Nummer raus?

Hoffe inständig, dass irgendein Schüler (der Finn/Noah/Augustin heißt) Hipstereltern hat, die Lactose-Gluten-Weizen-Zucker-Nuss für Teufelszeug halten. 
Aber so viel Glück werde ich nicht haben, wir wohnen schließlich nicht in Berlin.


Das Kind (ist mächtig sauer): "Nur wegen dir! Jetzt bin ich der Einzige, der kein Stück Kuchen essen darf!"
Ich: "Äh... ich habe es nicht für MICH getan! Ich habe den Kuchen nicht direkt GEGESSEN, ich habe ihn vielmehr GETESTET. Stell' dir vor, du hättest Zucker mit Salz verwechselt! Du wärst für immer der Underdog nach so 'ner Aktion! Ich habe das nur für dich getan! Für die Klasse! Für unser Land!"
Kind (ist immer noch sauer, muss aber lachen): "Na toll. Ich fasse es nicht. Kein Mensch wird glauben, dass meine eigene MUTTER das fehlende Stück gegessen hat."
Ich (rufe ihm hinterher): "Wie gesagt: selbstlos! Bisschen mehr Dankbarkeit, wenn ich bitten darf!"



Als ich mittags an einem Strauch vorbeilaufe, beschließe ich spontan, einen kleinen Zitronenkuchen zu backen, und ihn mit Keksen zu dekorieren: die herbstliche Laubfärbung ist meine Inspiration.
(Außerdem vermittelt es den Eindruck, ich sei Supermum - während ich in Wahrheit nur wieder spielen will.)

Einige Zeit später ist das Kind daheim, freut sich sehr über die Überraschung - und verkündet fröhlich, dass der Kuchen genau für jeden gereicht hat, da ein Kind in der Schule fehlte.
Aber Hauptsache vorher stressen, wa... 


Und weil das Rezept so einfach ist, dass es jedes Kind backen kann, die Zubereitung keine 10 Minuten braucht, und man das fertige Ergebnis so festlich dekorieren kann, dass es sogar Oktober-Geburtstagskindern beeindruckt, verrate ich euch unser Grundrezept!










Einfachster Zitronenkuchen der Welt:

(Menge reicht für 2 kleine Kastenformen (24 Stück, knihihiiii...) oder einen großen Kuchen - der kleine Kuchen auf dem Bild ist die halbierte Menge.


350g Butter
300g Zucker
6 Eier
1 Päckchen Vanilinzucker
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
350g Mehl (mit 3 gestr. TL Backpulver vermischt)

Alles zu einem Rührteig vermischen, bei 175° ca. 20 Minuten backen.

Für den Guss:
Saft 1 Zitrone
200-300 g Puderzucker




Und so wird daraus eine Geburtstags-Variante:

1. Zuerst den gewölbten Teigdeckel abschneiden, und den Kuchen umdrehen, damit eine ebene Oberfläche entsteht.

2. Soll der Guss deckend weiß sein, ein frisches Eiweiß mit sehr viel Puderzucker so lange verrühren, bis eine glänzende glatte Masse entsteht.
Die Masse soll fast fest sein - dann tropfenweise Zitronensaft hinzufügen, bis sie wieder zähflüssig ist.
Die Hälfte davon als Guss für den ganzen Kuchen verwenden, die andere Hälfte in kleine Schälchen verteilen und nach Wunsch mit Lebensmittelfarben verrühren (siehe HIER).

2. Für die Zitronenkekse braucht ihr dieses Teigrezept.
Mit einem runden Ausstecher die Kreise in gewünschter Größe ausstechen - ich benutze dafür ein Sektglas.

Ich verwende für die Kekse immer die Wilton-Farben aus dieser Packung, weil sie sehr intensiv sind, und man immer nur eine Messerspitze davon braucht.








Und dank der wiedereingestellten Suchfunktion auf Liebesbotschaft - zu sehen links auf dem Blog unter meinem Profilbild - findet ihr das Rezept jederzeit schnell wieder!
Ein Service ist das hier...


Liebesgrüße
Joanna

P.s. Das Kind wird nie mehr schaukeln.
Zu groß die Gefahr, dass man als Einziger ohne ein Stück Kuchen da steht.