Montag, 31. August 2015

How to get in style fall 2015.





Auch wenn in Nürnberg gerade die Temperaturen kurzzeitig hochgeklettert sind:

der Herbst steht vor der Türe und jetzt ist die beste Zeit, seine Garderobe ein bisschen aufzufrischen und zu ergänzen, denn merke:
ist es draußen warm, hat kaum jemand Lust, Herbstkleidung zu shoppen, folglich bekommt man die beste Auswahl und alle Größen sind noch vorhanden.

Und deshalb gibt es heute meinen persönlichen Herbst 2015 -Guide - neben einigen allgemein geltenden Dingen, die ich gerne einfach mal wieder aufschreiben möchte, um euch zu inspirieren.








1. Nach wie vor finde ich, dass die meisten Frauen hierzulande zu wenig Freude und Genuss daran haben, sich schön anzuziehen - alles ist zu dunkel, zu praktisch, zu unweiblich, zu trist, zu unauffällig, zu "mir egal, es zählen sowieso die inneren Werte/ich habe keine Zeit/kein Geld/ich lege keinen Wert drauf/ich habe Kinder und muss deshalb nicht mehr hübsch aussehen"-mäßig.

Für mich sind Menschen die sprichwörtliche "Krone der Schöpfung" und nichts liebe ich mehr, als mich an ihrer Schönheit und Individualität zu freuen - da kann keine Blume, kein Interior und kein Sonnenuntergang mithalten.

Und an schön angezogenen Menschen kann ich mich gar nicht satt sehen!

Und aus diesem Grund lebe ich nach dem Motto: "unser Land soll schöner werden - und bei mir fange ich an!" und freue mich täglich auf's Neue, etwas Hübsches anzuziehen und alle anderen damit zu erfreuen.

Meistens falle ich dann etwas auf, aber das macht nichts, denn ich bin nicht auf der Welt, um möglichst unauffällig durch's Leben zu schleichen, sondern um Gas zu geben, und alle mitzureißen, die das auch gerne wollen.
Ich bin nie overdressed - alle anderen sind einfach notorisch underdressed ;).

Und je mehr Frauen (und Männer) davon inspiriert werden, umso mehr Schönheit sieht man auf den Strassen, umso mehr Freude haben wir alle aneinander, umso schöner wird unser Land.


I am a woman on a mission!

Und ihr alle natürlich gleich mit!






2. Umgekehrt gilt:

wenn Kleidung zum Selbstzweck wird, dann ist die Außenwirkung unangenehm.
Und im schlimmsten Fall abstoßend.

Das merkt man in dem Moment, in dem man anfängt, sich über andere gedanklich zu erheben, weil "was hat die denn an?" - und sich selbst besser zu fühlen, weil man vielleicht passender angezogen ist.

Das ähnelt dem Gesundheitsfanatiker, der die Nase über andere Essgewohnheiten rümpft ("Ist das auch Bio?/ Wie kann der noch Fleisch essen?, etc.), oder dem Intellektuellen, der alle Menschen aus bildungsfernen Schichten abwertend behandelt ("Der weiß noch nicht mal, wer Monet ist/kennt die Bedeutung von "Oxymoron" nicht, etc.").

Das ist am Ziel vorbei, und passt null zu einer Liebesbotschafterin.

Wir sind nicht auf diesem Planeten, um über andere zu urteilen oder sie gar zu richten - sondern ausschließlich, um andere hoch zu heben, zu lieben und zu inspirieren.

Und noch eins:

immer, wenn du merkst, dass dir das Thema "Was ziehe ich heute Abend an?" zu viel Stress bereitet:
lass es.
Ziehe einfach irgendwas an, und beschäftige dich nicht weiter mit dem Thema.
Sich schön anzuziehen, sollte immer nur Genuss und Freude sein, und nicht noch zusätzlichen Stress verursachen, finde ich.
So wichtig ist es nun auch nicht.


3. Es gibt jede Saison neue Trends, neue Farben, neue Schnitte, neue must-haves.

Und falls man sich nicht gerade leidenschaftlich für Mode interessiert, kann auch das Stress verursachen: 
"bin ich up to date?"

Aber das ist ganz überflüssig, denn:

90% der Sachen bleiben seit Jahren gleich.
Auch wenn sämtliche Modemedien "Denim! Jetzt ganz neu!" oder "Leoprint! Wieder da!" ausrufen:
echt jetzt?
Ich kann mich nicht erinnern, dass Denim jemals out war - ihr etwa?

Deshalb kann man das Ganze nicht all zu ernst nehmen - und gleichzeitig als eine schöne Ideensammlung, wenn man seine Garderobe etwas auffrischen wird.


Mein Kleiderschrank besteht aus vielen Basics, die ich tatsächlich seit Jahren gleich trage und aus einigen wenigen Teilen, die ich saisonal dazu kaufe, um einen Oma-Look zu vermeiden.

Das sind dann richtige Trendteile, und in 1-2 Jahren schon wieder out, und das ist genau richtig so.

UND:

es gibt Trends, die einem WIRKLICH gut stehen.
Weil sie perfekt die eigene Silhouette betonen - oder die Lebenseinstellung ausdrücken, die man sowieso schon hat (zum Beispiel Eleganz oder Lässigkeit, oder Freiheit) - oder als Farbton die Augenfarbe hervorheben, und so weiter.

Und dann gibt es welche, die kontraproduktiv sind.

Gothic kann ich zum Beispiel getrost links liegen lassen, denn die kühle Ausstrahlung mag andere Frauen aristokratisch aussehen lassen - ich bin damit einfach nur blass und krank.

Boho darf ich nur in der Form ein paar Fransendetails sparsam einsetzen, denn so ein Blumenmädchen bin ich nicht, und mag im Grunde mehr schlicht und reduziert denn verspielt und rüschenhaft.


Ob ich an der großen 70er-Trendwelle vorbeigehen kann, werde ich noch herausfinden - Schlaghosen sind für mich als kleinere Person eher unvorteilhaft.


Deshalb werde ich nur wenige Details herauspicken, und diese mit meinem Stil kombinieren, et voila:

schon hat man einen individuellen Look, der nicht altbacken wirkt.


Was ich selbst diesen Herbst unbedingt tragen werde, ist...




























1. Ponchos.


Capes und Ponchos sind nach wie vor ein großes Thema, und ich liebe sie sehr, denn sie verleihen jedem Outfit diesen lässigen "Das habe ich mir mal eben übergeworfen, ohne groß darüber nachzudenken."-Touch.

Sie stehen tatsächlich jeder Frau, weil sie alles schön umspielen, und es macht großen Spaß, sie zu tragen!

Die einzige Einschränkung: kauft sie nicht zu kurz, schöner wirkt es, wenn sie den Po bedecken.


Ich habe für diesen Jahr den grauen Poncho (No.2), den man wenden kann, gekauft - und ein Cape aus Leder mit Fransen in einem Second Hand-Shop entdeckt.




3. Kaffe



2. Ancle Boots.

Meine Praktikantin beschwerte sich, dass ich "immer nur hohe Schuhe" zeige - aber ich schwebe nun mal gerne einige Zentimeter über den Boden!
Die Ancle Boots haben meist breite Ansätze, dass bedeutet, dass man darauf viel sicherer durch die Gegend stiefeln kann, und es auch über Kopfsteinpflaster schafft, ohne sie zu ruinieren.

Die grünen mit Nummer 4 finde ich kaum zu toppen ;), und sie sind bereits unterwegs zu mir.


2. SPM
3. Guess
8. Eden



3. Lederrock.

Ein Investment-Piece, dafür garantiert jahrelang tragbar und somit sein Geld immer wert.
Ein Lederrock verwandelt einen klassischen (langweiligen) Look sofort auf WOW-hochwertig und edel.



2. Kookai
3. Kaffe
4. Dante6
5. Apart
6. Apart





4. Kaschmir.


... ist für den Herbst und Winter nicht mehr wegzudenken - und egal, wie sehr ihn man pflegt: bei regelmäßigen Tragen entsteht hässliches Peeling mit kleinen Knötchen überall.
Also gibt es ein neues Teil zum Beginn der Saison: um sich richtig auf die kalten Monate zu freuen!
Ich bestelle jedes Jahr die von Breuninger, weil das Preis-Leistungsverhältnis da am besten ist, wie ich finde.



1. Darling Harbour

2. Darling Harbour
3. Darling Harbour
4. Darling Harbour
5. Darling Harbour
6. Darling Harbour





5. Fransen.

Wie vorhin erwähnt: ein bisschen Boho darf sein, allerdings in der sparsam eingesetzten Form von Fransen am Cape oder der Tasche - am allerliebsten in der Wildleder-Ausführung!

1. Asos
2. Asos
3. Asos
4. Asos
5. Asos
6. Asos






Mein Cape: Fuchs Schmitt 

(alle andere Teile sind bereits älter)

Photocredit: Stephanie Reindl



Auf welche Trends oder Teile freut ihr euch ganz besonders diesen Herbst?


Liebesgrüße
Joanna

Freitag, 28. August 2015

Zitronengras-Limonade.



Ich bin ein unglaublicher Glückspilz: 
seit 2 Wochen habe ich die netteste Praktikantin der Welt, die lauter Sachen kann, von denen ich keine Ahnung habe, wie Photoshop, Media Kit erstellen, und weitere, sehr professionell klingende Fähigkeiten - ich fülle sie dafür mit Leckereien ab, damit sie das Loft nie mehr verlässt.
Außerdem macht sie jederzeit gerne Fotos von mir (wie die heutigen), was das Bloggen enorm erleichtert.

Zur Not halte ich mir noch eine letzte Option offen: 
ich lasse Stephanie mit dem Aufzug in den Keller fahren.
Und wir alle wissen, dass keine der vorherigen Praktikantinnen jemals dort wieder herausgefunden hat... muahahaaaaaa.

Ihr könnt Stephanies Talent übrigens auch auf ihrem Blog bewundern!



Passend zu den kommenden heißen Tagen gab es heute eine sehr erfrischende und leckere Zitronengras-Limonade auf Grüntee-Basis.

Diese habe ich in einen großen Getränkespender eingefüllt - der ist praktisch für große Mengen und macht einfach Spaß!






























Andere Neuzugänge sind meine Kochbücher - nachdem die meisten meiner alten aufgrund des Wasserschadens im Keller unbrauchbar wurden, habe ich beim Stöbern in einer Berliner Buchhandlung gleich 3 neue mitgenommen.

Bei Jamie Oliver kann man eigentlich nie etwas falsch machen, und so kam das Buch zum Resteverwertung mit ("Cook clever mit Jamie") und eins über's Essen, das glücklich macht ("Jamies Wohlfühlküche").

Falls ihr Kochbücher genau wie ich auch eher als Bilderbücher nutzt, werdet ihr dieses hier lieben: 
"What Katie ate at the weekend" ist ein Feuerwerk aus weltschönsten Bildern und Rezepten, die man am liebsten auf der Stelle nachkochen würde.

Außer den Büchern habe ich jede Menge neue alte Sachen auf den Berliner Flohmärkten entdeckt - und freue mich bereits darauf, sie euch genauer zu zeigen.











Zitronengras-Limonade


2,2l Wasser
1 Stange Zitronengras 
4 Tl. Grüntee Pfefferminze (z.B. von Lov organic)
5 El braunen Zucker  
400ml Apfelsaft
4 Limetten 

Das Wasser mit der Zitronengrasstange zum Kochen bringen.
Den Tee ca. 3 min in dem gekochten Wasser ziehen lassen.
Die Zitronengrass Stange herausnehmen.
Zucker und Apfelsaft hinzugeben, umrühren.
Den Tee abkühlen lassen, mit Eiswürfeln und geschnittenen Limettenstücken genießen.


Bezugsquellen:

Getränkespender: Blueboxtree
Grüner Tee Pfefferminze: Lov organic

Praktikantin: unbezahlbar.


Liebesgrüße
Joanna

Dienstag, 25. August 2015

Die Loft-Story.




Als ich vor Kurzem ein Rezept auf meinem Blog suchte, klickte ich auf einen Beitrag, den ich vor ca. 1 Jahr schrieb - mitten in einer sehr ungewissen Wohnsituation für unsere Familie.
Wir wussten zu diesem Zeitpunkt absolut nicht, wie es weitergehen wird, hatten eine Kündigung im Nacken und nur noch wenige Wochen Zeit bis zum Auszug aus dem Reihenhaus.

1 Jahr später sitze ich in einem lichtdurchfluteten, riesigen Loft, welches zwar noch nicht mal zur Hälfte fertiggestellt ist, aber jetzt schon so schön, dass ich jeden Tag darüber staune: 
täglich gehen hier Freunde ein und aus, es wird gemeinsam gekocht, gelacht und genossen.
Alles hier ist provisorisch und gleichzeitig erfüllt von Glück.
Und viel schöner, als ich mir jemals zuvor vorgestellt oder gewünscht hätte.


Wie es dazu gekommen ist, will ich heute in aller Kürze aufschreiben, und zwar aus einem einzigen Grund:
um euch zu inspirieren und zu ermutigen, falls ihr euch in einer herausfordernden Situation befindet, in der es scheinbar keinen Ausweg gibt.
Oder um euch einfach zu inspirieren, größer zu denken, als die momentanen Umstände es zulassen.

Es bringt ja auch keinen weiter, wenn ich die schönsten Fotos zeige, und ihr noch womöglich mit Neid oder Missgunst zu kämpfen habt, weil ihr euch vergleicht oder in Selbstmitleid badet.
Das mache ich euch auch noch gleich weg, ist mir die leichteste Übung.



Angenommen mal, du hast einen Traum, der außergewöhnlich ist - wie geht es weiter?



1. Motivation.

Das Wichtigste zuerst, bevor ich irgendetwas anderes aufschreibe:
was ist die treibende Kraft hinter deinem Wunsch oder Traum?

Was ist deine Motivation?

Halt mal kurz inne, und beantworte dir selbst diese Frage ganz ehrlich, ohne, dass jemand anderes es mitbekommt:
willst du vielleicht nur deinen Eltern etwas beweisen?
Oder deinem Ex-Partner?
Oder Gott (muahahaaaa!)?
Oder deinen früheren Klassenkameraden?
Dass du es "geschafft" hast?
Willst du dich durch Besitz, besondere Erlebnisse, "coole" Dinge, die du auf die Beine stellst, Kinder, die du bekommst (ha, ha, das gibt es wirklich!), Projekte, die du durchführst, Labels, die du trägst, einfach nur profilieren, um besser, schöner, erfolgreicher, geistlicher, herausragender zu sein als die anderen?

Ist deine Motivation Angst?
Angst, zu kurz zu kommen - Angst, dass dich "andere überholen" - Angst, zu alt zu sein für deinen Traum - Angst, etwas zu verpassen - Angst, einsam und mittellos zu sein - Angst, nicht gut genug/nicht geistlich genug/nicht cool genug zu sein - Angst, nicht wichtig zu sein, wenn du nichts darstellst in den Augen der anderen?
Und so weiter, und so weiter...

Wenn das bei dir so ist (und ich wette, DASS es so ist, ist ja nicht schlimm!) - dann kippen wir diese Motivation heute gemeinsam in die Tonne.

Das alles hat absolut gar nichts mit Liebe zu tun.
Folglich hat es auch nichts mit dir zu tun.
Oder - wie meine Tochter zu sagen pflegt: "Das gibt es nicht in meiner Welt."

Selbstsucht und Egoismus sind die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für deinen Traum.
Ich sage NICHT, dass du mit dieser Motivation nichts erreichen kannst - ganz im Gegenteil!
Du kannst dir Ziele stecken, Träume haben, und ganz viel Erfolg erreichen mit Angst oder Gier als treibende Kraft, keine Frage.
Du wirst nur dabei niemals wirklich erfüllt und glücklich sein.
Ist so.

Liebe, Freude und Genuss sind eine gute Motivation - die lasse ich gelten.

Also kannst du dich heute innerlich neu ausrichten, und die Dinge in deinem Herzen neu sortieren - und alles, was aus komischen Motiven heraus entstand, gleich mal entsorgen.
Und mit "entsorgen" meine ich "sich dagegen entscheiden".

So einfach ist das :).



2. Werde konkret.

Die meisten Menschen HABEN überhaupt keinen Traum.
Und der kleine Rest, der sich Größeres für sein Leben wünscht, sagt Dinge wie:

"Ich will mal später sehr erfolgreich werden."
"Ich will irgendwas mit Medien machen."
"Ich will mal einen kleinen Laden haben."
"Ich will mal cool wohnen."
"Ich will mal viel reisen."
"Ich will mal mein eigener Chef sein".

Das ist alles so ein unbestimmtes Bla, blaaaaa... und eins garantiere ich dir:
so wird nie etwas draus.

Stell dir vor: ich frage meinen Sohn nach seinem Weihnachtswunsch.
Und er druckst herum und redet irgendwas von Lego.
Was kaufe ich ihm dann?
IRGENDWAS von Lego, richtig?

Stell dir vor, er sagt mir: "Ich wünsche mir die große Ritterburg mit der Nummer 4927."
Was kaufe ich ihm dann?
DIE GROßE RITTERBURG MIT DER NUMMER 4927!

Aber garantiert!

Und ich fände es ganz, ganz schrecklich, wenn eins meiner Kinder sagen würde:
"Eigentlich würde ich mir vom Herzen die Ritterburg wünschen. Aber Mama, du kannst mir auch ne kleinere Packung kaufen - ich spiele auch mit der kleinen! Wirklich! Ich bin mit allem zufrieden!"

Weißt du, was ich dann denken würde? 
Ich würde denken: "Was stimmt mit meinem Kind nicht?!"
Traut es sich nicht, mir seinen Herzenswunsch mitzuteilen?
Mir ist es doch SCHEIßEGAL, welche Packung es will - ich will ihm einfach die schenken, die es sich am meisten wünscht!
Mir doch wurscht, welche das ist!
Ich freu mich, wenn er sich freut, verstehst du?
Und ich freu' mich NOCH mehr, wenn er sich maximal freut, weil ich genau DAS gekauft habe, was er sich so sehr gewünscht hatte.

Also trau dich ruhig!
Trau dich ruhig, mal groß zu träumen!
Trau dich ruhig, mal tatsächlich zu sagen, worauf du Lust hättest!
Also nicht so "ich bin auch mit der kleineren Legopackung glücklich, mimimimiiii...." - ne, jetzt mal ganz frei und ohne falsche Scham!
WAS IST DEIN HERZENSWUNSCH?

Gott ist doch kein Arschloch, der dich mit Absicht knapp hält, "damit du was lernst", "damit du nicht zu stolz wirst", und "damit du bescheiden bleibst", und so weiter.

Wenn du sehen würdest, wie sehr ICH mich darüber freue, wenn ich meinem Sohn diese blöde Ritterburg schenken kann, die er sich gewünscht hat, würdest du eine Ahnung davon bekommen, wie sehr Gott sich freut, dich zu beschenken.

Wofür schlägt dein Herz?
Was willst du in deinem Leben?
Ganz konkret?

Faustregel:
wer sich irgendwas wünscht, bekommt irgendwas.

Ich hatte solche konkreten Vorstellungen von unserem zukünftigen Domizil, dass ich diese sogar mal schriftlich auf dem Blog festgehalten hatte, das war vor ca. 1 Jahr.
Das, was sich humorvoll las, war alles sehr ernst gemeint.

(Die Vorstellungen waren in Wirklichkeit sogar NOCH konkreter, ich wollte euch damals nur nicht so schockieren ;)).



3. Rechne mit Hindernissen.

Sollten deine Wünsche nicht unbedingt dem Standard entsprechen, dann Glückwunsch.
Willkommen im Club.

Mich langweilen Dinge zu Tode, die jeder kann.
Ich steige gar nicht erst aus dem Bett für ein gewöhnliches Leben.
Zu kostbar ist meine Zeit auf der Erde, um sie mit Mittelmäßigkeit zu verbringen.

Wenn das bei dir auch so ist, dann höre mir gut zu:
Rechne mit Hindernissen.
Wenn es einfach wäre, dann würde es ja jeder machen!
Wenn alles im Sichtbaren so easy peasy zack zack! ohne Hindernisse oder Herausforderungen klappen würde - dann wäre es nichts Besonderes!

Dir muss klar sein:
du bist umgeben von Energien und Einstellungen, die sagen:
"Das, was du dir wünschst, ist unmöglich."
"Das geht nicht, das kannst du dir nicht leisten."
"Das kriegst du nie hin."
"Wie soll das überhaupt funktionieren?"
"Du hast doch kein Geeeeeld."
"Ich kenne Onkel Heinz, der hat es auch mal versucht, und da ist es schief gegangen."
"Ich habe mal eine Fernsehsendung gesehen/im Internet gelesen, da hat es auch mal einer versucht, und da ist es schief gegangen."

Wenn du das von vornherein weißt, dann wirst du weder überrascht noch entmutigt sein, wenn Schwierigkeiten sich auftürmen.
Dass alles erstmal völlig unmöglich erscheint:
Normal.
NORMAL.
Alles im grünen Bereich.
Lasse dich nicht von den Umständen beeindrucken.
Hindernisse sind ganz normal.


Ich habe ganze 4 Objekte in der Größenordnung meiner Wünsche in Nürnberg gefunden.
VIER.
Nicht auf einmal, sondern immer schön nacheinander - mit vielen Wochen dazwischen, in denen ich absolut nichts fand.
Bei jedem Objekt davon waren wir im engen Gespräch mit den Eigentümern, haben Wochen unserer Zeit investiert - und haben es am Ende aus irgendwelchen (fadenscheinigen) Gründen dann doch nicht bekommen.
Normal.
Enttäuschend, ich gebe es zu - aber normal.



4. Sei realistisch.

Wie jetzt?
Ich soll zuerst groß träumen, und dann wieder realistisch sein?
Das passt doch nicht?

Nein und ja.

Wenn ich mir ein Objekt zum Selbstrenovieren gewünscht hatte, dann nur, weil mein Mann und ich bereits viel Erfahrung in diesen Dingen haben.
Und wir den Aufwand sehr realistisch einschätzen konnten.
Es war also einerseits unmöglich, ein 500qm großes Objekt zum kleinen Preis mitten in der City zu finden - andererseits nicht unmöglich für uns, das Projekt durchzuführen.

Ich liebe große Träume und Wünsche - aber ich habe etwas gegen Luftschlösser.

Warum träumst du von einem Hilfsprojekt, wenn du noch ganz kleine Kinder hast?
Wie willst du ein Restaurant eröffnen, wenn du eigentlich viel Freizeit haben willst?
Warum willst du dich selbstständig machen, wenn du noch nicht mal bereit bist, dich mit Buchführung auseinanderzusetzen?
Wozu brauchst du ein großes Haus, wenn dein Einkommen kaum reicht, um über die Runden zu kommen?
Wovon willst du das heizen, einrichten, unterhalten?

Verstehst du: 
außergewöhnlich Träumen ist gut und wichtig.
Und trotzdem gibt es diese "Luftschlossbauer", die irgendwie nie was auf die Reihe kriegen und einfach nur labern.

Ich kann auch nicht genau sagen, wo der genaue Unterschied liegt - ich bin aber relativ sicher, es hängt mit den "unsexy skills" zusammen.
Über diese habe ich schon HIER, HIER und HIER geschrieben.
Das ist alles sehr unspektakulär, macht aber am Ende den entscheidenden Unterschied.



5. Rechne mit Hindernissen.

Egal, wie realistisch deine Einschätzung ist, wie motiviert du bist, wie sehr du daran glaubst, dass es klappen wird: rechne mit Schwierigkeiten.

Ist so.
Es wird erstmal Herausforderungen geben (die du meistern wirst) - Schwierigkeiten (die du überwinden wirst) - entmutigende Nachrichten (die du wegstecken wirst) - Probleme (die du lösen wirst) - und niederschmetternde Fakten (die dich nicht beeindrucken werden).

Ich sag's dir nur rechtzeitig, weil ich dich liebe: 
du wirst mit Herausforderungen konfrontiert sein.

Selbst, als wir bei unserem Objekt die Zusage hatten, gab es un-zäh-li-ge Hindernisse und teils wirklich ausweglose Situationen, in denen wir erstmal nicht wussten, wie es weiter geht.

Und da hilft nur eins:
vertrauen.

Mittlerweile bin ich Spitzenreiter im Vertrauen und kann mir einen anderen Lebensstil gar nicht mehr vorstellen ;).



6. Erzähle es keinem.

Die meisten Menschen geben sich mit Mittelmäßigkeit zufrieden.
Ich nenne es die "Hauptsache, wir kommen über die Runden"-Denke.
Das ist ja auch kein Problem - aber falls du mehr willst vom Leben, dann wird Mittelmäßigkeit dein größter Feind sein.

Wenn dein Herz für etwas schlägt, dass größer ist als der Durchschnitt - und ich rede absolut nicht nur von materiellen Dingen! - dann wirst du nicht drumherum kommen, diese "das haben wir schon immer so gemacht"- Sicht zu verlassen.
Diesen "Wie soll das denn gehen? Das, was du dir wünschst, ist unmöglich!" - Radius.

Deshalb mein größter Rat: erzähle davon kaum welchen!
Das ist ganz, ganz wichtig!

Das Kostbare, Schöne, Große in deinem Herzen wird sonst zu Tode gestampft, schneller als du gucken kannst.
Es gibt Menschen, die haben nur eins im Sinn: alles zu zerstören, was außerhalb der Norm ist.
 (Ja, wach auf, diese Welt ist nicht rosa.)
Es gibt echte Arschlöcher - und welche, die es eigentlich ganz lieb meinen, aber es einfach nicht besser wissen.

Sei also seeeehr weise, wem du die Dinge erzählst, die in deinem Herzen sind, posaune sie nicht gleich überall herum!

Das habe ich definitiv gelernt während der Zeit, in der wir auf der Suche waren.
Die war nämlich viel länger, als ihr vermutet.
Und mit den Monaten glaubte fast keiner mehr an meinen Wunsch.

Ich bekam Dinge zu hören wie:
"Na ja, das was du dir wünschst, das ist eben unmöglich..."
"Du mit deinen überhöhten Vorstellungen!"
"Äh... ja, klar, Joanna."
"Und? Habt ihr schon was? Aha. "(und dieses "Aha" sagte alles!)
"Wieso nimmst du nicht wieder ein Reihenhaus? Du warst doch auch da glücklich!"
(Übersetzung: "Wieso nimmst du nicht die kleine Lego-Packung? Du kannst doch auch damit schön spielen.")

Klar, kann ich.
Aber ich wollte doch die Ritterburg, ne ;)?



7. Lass es los.

Es ist wunderschön, einen Traum zu haben - aber es ist nicht schön, wenn der Traum DICH hat.
Über jedes große Ziel hinaus, über jeden Traum, über jedes "Goal" welches man im Herzen trägt: wenn du nicht bereit bist, zu sagen:
"Und wenn es niemals zu Stande kommt, bin ich trotzdem die glücklichste Person auf Erden." - dann wird es echt hart werden.

Vertrauen heißt im Grunde nichts anderes als loslassen.
Ich habe immer wieder gesagt: "Wenn es dieses Objekt nicht war (obwohl alles danach aussah!) - dann kommt eben etwas Besseres."

Egal, wie knapp es zeitlich wurde.
Egal, wie heftig schlimm unsere Erfahrungen in der Vergangenheit waren - ich war nämlich schon mal vor Jahren in einer ähnlichen Situation, die für die gesamte Familie traumatisch war.
Egal, wie oft alle sagten, dass es nicht klappen wird - selbst mein Mann.
Egal.

Ich werde schließlich nicht jemand anderes hinterher für mein Leben verantwortlich machen können, oder?


"Aber Joanna, es fällt mir so schwer, das Loslassen."

Also ich für meinen Teil habe entschieden:
mir fällt es voll leicht.
Ich glaube nicht meinen Emotionen ("Waaaaaah! Aaaaangst!"), meinem Verstand ("Waaaaaah! Das, was du suchst, gibt es gar nicht!") und meinen Erfahrungen ("Waaaaaah! Weißt du noch, vor 9 Jahren...") - ich vertraue stur.
Weil ich das am besten kann.

Ich bin einfach die Liebesbotschafterin, ich kann gar nicht anders.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um mich zu sorgen.
Es heißt doch: es wird einem alles zufallen, ne?
Mir auf jeden Fall.

Und das kannst du für dich auch entscheiden.



8. Rechne mit Hindernissen.

Äh... den Punkt hatten wir doch schon 2 mal?

Weil ich dich so liebe, sage ich es dir gerne noch ein drittes mal:
über 99% der Menschen, die einen großen Traum haben, geben zu früh auf aufgrund von Hindernissen.

Wenn du etwas WIRKLICH Großes willst, dann musst du Dinge sehen, DIE ES NOCH NICHT GIBT.
Wenn du also nur danach schaust, was es gibt, dann ist es schon wieder das Mittelmaß, und das ist nicht meine Abteilung.

Wenn du aber danach schaust, was es NICHT gibt, dann wirst du vielleicht manchmal entmutigt sein, weil es das immer noch nicht gibt.
Egal!
Geh weiter!
Das wird schon noch erscheinen - einer muss es entdecken, also warum nicht du?

Wenn du Dinge siehst, die es nicht nicht gibt, dann sehen es die anderen Menschen eben auch nicht.
Und deshalb werden sie dich nicht ermutigen, glaube mir!
(Also im Nachhinein schon. Im Nachhinein wusste natürlich JEDER, dass von vornherein klar war, dass wir so ein Loft finden werden. Und JEDER hat daran geglaubt, die ganze Zeit! Muahahaaaaaa!)


Zum dritten mal:
Hindernisse, Schwierigkeiten, schlimme Umstände, ausweglose finanzielle Situationen - an der Tagesordnung.

Willst du diese vermeiden, wünschst du dir am besten absolut nichts über den Durchschnitt,  bleibst bei deinen Leisten, schaust nicht über den Tellerrand und schwimmst mit der Masse.
Dann ist dein Leben zwar sterbenslangweilig, aber eben auch (scheinbar) safe.

Wenn du das alles nicht willst, wirst du vielen ungünstigen Umständen auf dem Weg begegnen, und mit jedem einzelnen, welchen du überwindest, stärker, klarer und souveräner werden.
Und das ist das Schönste daran, finde ich.



9. Warte auf den richtigen Zeitpunkt.

Manchmal brennt etwas in dir - und dann klappt es doch nicht.
Also einfach GAR NICHT.

Ich weiß mit Sicherheit:
es gibt für alles Zeitpunkte.

Und wenn ich nur eine einzige Sache im letzten Jahr gelernt habe, dann ist es die folgende:
es dauert ALLES IMMER LÄNGER, als man sich so wünscht.

Gott hat vieeeeel Zeit ;).
Und er gibt dir vieeeeel Zeit.


Manchmal sind es Monate.
Manchmal sind es Jahre.
Oder Jahrzehnte.
Und dann passt alles perfekt.

Also brauchst du absolut nichts pushen, forcieren, stressen oder frustriert manipulieren - entspanne dich, vertraue, und gehe weiter.

Und in diesem Vertrauen wird es noch viel, viel schöner und besser und passender, als du dir es jemals erträumt hättest!











Im gesamten Text ging  es gar nicht über das Loft.
Hast du schon gemerkt, ne ;)...



Liebesgrüße
Joanna



Montag, 24. August 2015

Pflaumensmoothie + Gewinner




Heute gibt es ein schnelles Montagsrezept für alle Smoothie-Liebhaber.
Egal, wie verlockend nämlich süße Stücke oder gestrige Pflaumentarteletts am Morgen auf mich wirken: mir ist jedes mal schlecht danach.
(Was mich nicht davon abhält, TROTZDEM welche zu essen.)

Pflaumen kann man genauso gut zu einem erfrischenden Smoothie verarbeiten: leicht, supergesund und sättigend.










Pflaumensmoothie (für 4 Gläser)

250 g Pflaumen (entkernt)
1,5 cm großes Stück Ingwer, geschält
Saft von 4 Orangen
Saft einer Grapefruit
2 Birnen 
250 ml Wasser
2 Messerspitzen gemahlene Vanilleschote
200 g Wassermelone


Alle Zutaten im Standmixer zu einem Smoothie verarbeiten.






**********************

Das Fahrrad bei der #happyinmotion-Challenge von Rexona hat gewonnen:
Melinasophy

Herzlichen Glückwunsch, bitte schicke mir eine Mail!




Das Rezept für die Pflaumentarteletts findet ihr HIER.
Ich hatte es vor ca. 1 Jahr gepostet - der Text im dazugehörigen Post beschreibt die ungewisse Wohnsituation, in der wir uns damals befanden, und die Art, wie unsere Familie damit umging.
Das zu lesen, während ich den heutigen Text im lichtdurchfluteten, traumschönen Loft schreibe, lässt mich schier platzen vor Dankbarkeit.

Wie es genau dazu kam, werde ich für euch demnächst aufschreiben!


Liebesgrüße

Joanna


p.s. Weil einige fragten: ich verwende seit dem Umzug dank Empfehlung der Smoothie-Fraktion in meinem Freundeskreis diesen Mixer von Klarstein und bin sehr zufrieden damit.
Nicht das schönste Design, aber super Preis-Leistungsverhältnis!