Mittwoch, 22. Oktober 2014

5 Interior-styling Regeln, die jeder umsetzen kann (+Gewinner)






Heute widmen wir uns dem Thema Innendekoration - und wie man damit spielerisch eine wunderschöne Umgebung schafft.

Machen Sie es sich also bequem, und genießen Sie den Vortrag - ja, auch Sie dahinten in der letzten Reihe.
Bitte keine sms schreiben und nicht auf dem Stuhl schaukeln (sonst: Kuchen backen, ihr kennt das.)









Meine Tochter Jil ist übrigens keine Dekoration (wobei sie durchaus dekorativ schauen kann, keine Frage!), allerdings kriege ich sie so selten zu sehen, dass ich ein paar Schnappschüsse machen muss, wenn sie schon mal da ist ;).










Diese 5 einfachen Punkte werden euch dabei helfen, euren Wohnräumen einen individuellen und wunderschönen Ausdruck zu verleihen.

Genau wie im Möbelhaus wohnen will nämlich kaum jemand - und sei es ein schwedisches ;).
Damit das nicht passiert, zeige ich euch heute 5 Regeln, wie ihr ohne großen Aufwand und Budget ein schönes Ergebnis bekommt.


Das ganze Geheimnis ist ein gekonnter Mix aus:


1. ALT + NEU

Für mich persönlich das Allerschönste: moderne Elemente mit ein paar Hinguckern vom Flohmarkt gemischt.
Warum das so ist?
Weil Fundstücke vom Flohmarkt (oder Antiquitätenladen/Erbstücke) sehr viel mehr von der Person verraten, als diejenigen, die in einer Möbelausstellung gekauft wurden - dort übernimmt man nämlich oft einfach die Vorschläge der Stylisten.
Aber inmitten von anderem Sperrmüll ein Teil zu entdecken, welches sich in einer anderen Umgebung perfekt einfügt, und sogar für den WOW-Effekt sorgt, ist eine Kunst für sich!

Ein altes Teil inmitten der aktuellen Stücke schenkt genau den richtigen Spannungsmoment, damit es dem Auge nicht langweilig wird.

Das kann ein altes s/w-Foto inmitten moderner Drucke sein.
Oder eine antike Kamera auf dem Stapel Bücher über zeitgemäßes Wohnen.
Oder ein alter Holzschemel vor einem modernen Sofa.

Eine schöne Idee:
besondere Stücke, die sonst ein bisschen "verloren gehen" würden, setzt man perfekt mit einer Glasglocke in Szene.
Eine Glasglocke ruft automatisch: "schau hier, ich bin besonders kostbar!" und erhebt das Stück sofort zu einer Skulptur - sei es nur ein kleines Geweih vom Flohmarkt.








2. MODERN + RUSTIKAL.

Oft entscheidet nicht unbedingt nur das Alter der Dinge - sondern vielmehr deren Wirkung.
Beispiel: eine Vase aus den 60ern ist oft - obwohl vintage - von der Form her kaum von vielen heutigen Dekoelementen zu unterscheiden, da sich einige Labels an den vergangenen Klassikerentwürfen wieder orientieren.
Das ist so weit kein Problem - man muss lediglich sicher stellen, dass nicht wieder alles wie "aus einem Guss" aussieht.

Probiert also ruhig mal aus, in eine moderne Umgebung etwas rustikales reinzustellen!

Eine grob gewebte Decke der Schweizer Armee auf ein modernes Sofa mit geraden Linien.
Eine Gruppe Kerzenleuchter aus Holz auf einer schlichten, neuen Kommode.
Ein Weidenkorb (Korbgelecht wirkt immer rustikal und ein bisschen gemütlich) mit Zeitschriften vor einem modernen Kamin.







3. ZART + RAU.

Strukturen zu mixen ist eins der wichtigsten Styling-Handgriffe.

Funktioniert im Großen:
rauher Holztisch mit Stühlen aus Kunstoff (glatt).

Wie auch im Kleinen:
eine grobe Holzschale mit vielen Äpfeln gefüllt, die glatt und glänzend darin kullern.
Ein paar zarte Federn und Maronen, die von stacheliger Schale umhüllt sind, und in glatten Porzellanschalen liegen.

Raub und glatt - weich und hart - zart und robust:
der Mix erzielt einen wunderschönen, individuellen und spannenden Effekt!





4. VOLL + LEER.

Zugegeben, dieser Punkt hängt wohl am meisten mit dem persönlichen Stilempfinden und der Persönlichkeit zusammen, aber trotzdem behaupte ich:

die meisten Menschen mögen keine zu vollgestellten Räume.
Gerade Frauen haben manchmal den Drang, überall noch ein Blümchen/Duftkerze/Dekoteil aufzustellen oder ein Bild aufzuhängen.


Aber: 
die schönsten Teile wirken nicht, wenn sie nicht zur Geltung kommen - also: Mut zur Lücke!
Mut zur weißen Wand!
Gruppiere die Gegenstände etwas (wie zum Beispiel die weißen Porzellanbowls auf einem Tablett - gemeinsam mit Duftkerzen), und lasse zwischen den Gruppen genügend Platz.
Aber nicht, um diesen wieder vollzustellen ("oh, da ist noch Platz, da könnte ich noch das kleine Windlicht...") - sondern einfach LEEREN Platz.

Genauso kalt und ungemütlich ist es aber auch, wenn man einfach ALLES weglässt, nach dem Motto:
"ich mag es nicht vollgestellt" - in solchen Räumen hat man stets den Eindruck, der Besitzer ist gerade eingezogen, und hat noch nicht fertig ausgepackt ;).
Das wirkt kalt und ungemütlich - eine Atmosphäre entsteht nämlich erst durch die Details.







5. DAS WICHTIGSTE: 
Don't take it too serious.

Es ist NUR Deko.
Spielen für Erwachsene.
Kreativer Zeitvertreib.

Manche haben eine natürliche Begabung dafür, und alles sieht immer perfekt aus, manche tun sich grundsätzlich etwas schwerer damit, ein Stillleben aus Gegenständen zu zaubern.
Mal klappt es hervorragend, mal passt nichts zusammen, unabhängig davon, wie oft man Dinge hin und her schiebt.

Deshalb: scheißegal!
Es geht viel mehr um's Spielen und Ausprobieren, um Stöbern auf Flohmärkten, um sich inspirieren lassen und genießen, als um irgendwelche Leistung - oder gar Eindruck schinden.
Deshalb niemals einen Anspruch an sich haben und sich gar unter Druck setzen lassen, nicht das Thema zu ernst nehmen, sondern ganz spielerisch und unbekümmert seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Was nützt einem die schönste Umgebung, wenn die Person darin unzufrieden, gestresst oder frustriert ist?
So schön, wie die Liebe alles macht, kannste niemals dekorieren...






Bezugsquellen:

Glasglocke: La Maison
Porzellan Bowls Bloomingville: La Maison

Poster (groß und klein): Villa Smilla

Geweihe, Kamera: Flohmarkt


**********************************



Bei der Jacobs-Verlosung hat gewonnen:
Lilli und Lotta


Bei der Babyssimo-Verlosung hat gewonnen:
Kate MUC

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Lieben, bitte meldet euch per Mail bei mir.



Liebesgrüße
Joanna

p.s. Habt Ihr mein großes neues Geweih gesehen?
Jahaaaaa ;)?
Jetzt muss ich leider umziehen, damit nicht jede leere Wand vollhängt...





Montag, 20. Oktober 2014

Lieblingsparka + Wildschweinsalami + happy moments




Ben und ich schlendern über den Wochenmarkt - er zeigt mir gelbe Karotten, lila Tomaten, riesige Paprikaschoten aus Sizilien, Zucchinis, die rund wie ein Ball sind, und rote Zwiebeln in der Größe kleiner Kürbisse.
Wir probieren frischen Apfelsaft und süße Mangos, und kaufen kleine rote Äpfel und Beete in verschiedenen Farben ein. 
Wir schleppen die viel zu schweren Tüten nach Hause und unterhalten uns staunend über die unglaublich kreative Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten.


Ich sitze auf einer Steintreppe mitten in der Stadt, und esse ein Sandwich, das an einem kleinen Stand angeboten wurde: zwei Scheiben Roggenbrot umhüllen frisch gegrilltes, hauchdünn geschnittenes Schweinefilet vom Landschwein und Krautsalat. 
Die Sonne scheint durch das herbstlich gefärbte Laub, ich schließe meine Augen und atme die wunderbar milde Luft ein.


Ben und ich schauen uns gemeinsam ein Programm eines englischen Comedy-Stars auf youtube an.
Das machen wir seit einigen Tagen, täglich nur wenige Minuten lang - die Hälfte verstehen wir kaum, finden alles nichtsdestotrotz alles unheimlich lustig.


Der Mann schlägt vor, eine Wildschweinsalami von einem Spezialitätenstand auf dem Markt zu kaufen.
Ich vereine (Wildschweinsalami?! Bitte was?!)
Er schlägt vor, diese wenigstens zu probieren. 
Ich verneine. 
Er fragt nach dem Preis: das kleine Stück kostet 11,-€, ich verneine abermals. 
Wir probieren die Salami trotzdem, ich kann einfach nicht glauben, wie gut sie ist.
Wie konnte ich jemals ohne Wildschweinsalami leben?
Der Mann kann echt froh sein, dass ich nicht lockergelassen habe.


Jil und ich stehen im Stau, und kommen zu spät zu einem Event - alles schaut zu uns, als wir reinplatzen und lachend und flüsternd ein bisschen Unruhe und vor allem Stimmung in der ansonsten bisher eher steifen Runde verbreiten.
Ich bekomme die Haare gemacht, und will die Stylistin auf der Stelle heiraten und mit nach Hause nehmen.


Der Mann, Jil und ich sitzen unter einem riesigen Sonnenschirm beim Vapiano, essen Pasta, unterhalten uns über unsere Erlebnisse und Träume, schreiben parallel mit Noelle, die gerade in Amerika ist, und machen vor allem ständig irgendwelchen Quatsch.


Ich mische die letzten Zwetschgen der Saison mit Brombeeren, Himbeeren und kleinen, süßen Trauben vom Markt zu einem herbstlichen Obstsalat, und mache eine große Kanne Schwarztee für alle.


Der Mann und ich schlendern über einen Flohmarkt, und finden ein Geweih (WEIL WIR NOCH KEINS HABEN, DESWEGEN!), und einen kleinen Tisch für Jils Küche.
Daheim angekommen stelle ich fest, dass ich den Tisch viel lieber selbst behalten will - das Kind will daraufhin sofort nach Berlin aufbrechen.
Zu Fuß.
Mit Tisch unter'm Arm.


Ich kuschele mich mit einem Buch auf das Sofa, und zünde überall die Kerzen an, während Jil Feiern geht.
Und die Männer schwimmen.
Ich will nicht sagen, dass ich beim Lesen ein bisschen nasche - aber Wildschweinsalami ist am nächsten Tag keine mehr da.
(was ja auch nur gerecht ist, schließlich habe ich darauf bestanden, dass wir sie kaufen.)


(Und das alles passierte an einem einzigen Tag!)





Warum ich das für euch aufgeschrieben habe?
Weil ich jeden einzelnen Augenblick dachte: "Das ist jetzt der schönste und intensivste Augenblick meines Lebens. Der weltschönste Moment. Der größtmögliche Genuss."

Zugegeben, vordergründig hängt alles oft mit Essen zusammen (ich habe aber auch total oft Hunger!), aber darum geht es mir gar nicht: 
wozu ich euch viel mehr inspirieren möchte, ist dieser extreme Genuss - ganz unabhängig von der jeweiligen Situation, Zeit, Ort oder Begleitung.






Ich glaube, dass viele einfach die täglichen Dinge "erledigen" - und sich Zeit zum Genießen erst nehmen, wenn sie z.B. in Paris sind.
Oder am Wochenende.
Oder wenn die Kinder größer sind.
Oder: endlich Urlaub!

Ich aber finde es einfach immer und überall so unbeschreiblich schön - ob London oder Stuttgart, ob alleine oder zu zweit, ob unterwegs oder am Esstisch daheim.
Es liegt auch nicht an einer (Wildschwein-)Salami oder an den Mitmenschen.

Ich bin einfach in mir drin so glücklich, und gleichzeitig absolut nicht dazu bereit, mich 
a) unter Zeitdruck setzen zu lassen, oder
b) Dinge zu erledigen, und dabei im Kopf einen anderen Film laufen zu lassen - also nicht bewusst da zu sein, wo ich gerade bin, oder
c) mich in irgendeiner Weise gelangweilt, deprimiert, traurig, melancholisch oder frustriert zu fühlen.

Ich bin mir einfach zu schade dafür!
Und es kann mich keiner zwingen, wenn ich es nicht will, richtig?

Woah, ich könnte schon wieder einen Inspirationspost schreiben, ich schwör's... 







Purer Genuss ist auch mein neuer Parka - komplett mit Fell gefüttert, und mit einer schönen, großen Kapuze ausgestattet.
(Ich kann die Tierschützer übrigens beruhigen: für dieses Fell ist kein Tier extra gestorben, da ausschließlich die Produkte aus der Nahrungsmittelindustrie verwendet wurden. Es war also "übrig" - und ist rein technisch nicht anders als Lederschuhe, etc.)

Der Parka ist die perfekte Mischung aus lässig und superwarm!
Bei Jil war es übrigens große Liebe auf den ersten Blick ("weil der Winter in Berlin so kalt ist!"), und so habe ich bald keinen Parka UND keinen Tisch.







Parka: HIER
Große Tine K. home Vase: HIER
(beides von Villa Smilla)

Ancle Boots: Boss
Lederhose: Hallhuber

Fellkissen: selbstgenäht
Tine K. home-Kissen: La Maison


Liebesgrüße
Joanna


p.s. Wer mitlachen will: Eddie Izzard ist einfach der Größte!




Freitag, 17. Oktober 2014

Reiselust mit AirBnB




Für alle mit akutem Fernweh oder denjenigen, die Inspiration beim Verreisen brauchen: 
fest anschnallen, denn nach dem Lesen dieses Posts werdet ihr garantiert eure nächsten Spontanreise planen!

Egal, ob es ein Loft in New York für eine Nacht, ein stylishes Apartment in Stockholm für eine Woche ist, ein Beachhouse in Saint-Tropez für ein Wochenende mit Freunden oder ein ganzes Landschloss in der Normandie für den Sommerurlaub - falls ihr etwas Außergewöhnliches sucht, dann werdet ihr mit Sicherheit bei AirBnB fündig.

In über 190 Ländern gibt es individuelle und wunderschön eingerichtete Unterkünfte - und das für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack.
AirBnB ist eine online Plattform, die es Privatpersonen ermöglicht, ihre Domizile zu vermieten - mit verlässlichen Buchungsprozess, sicheren Transaktionen und Erreichbarkeit rund um die Uhr.

Das Besondere daran: mit den persönlichen Tipps der Gastgeber fühlt man sich überall wie zu Hause, und kann die Umgebung wie ein Einheimischer kennenlernen.


Manche der Unterkünfte sind so atemberaubend schön, dass alleine das Anschauen dem Blättern in Wohnmagazinen gleicht: Vorsicht, Suchtgefahr!


Hier sind ein paar meiner Favoriten:



1. Ein Altbau-Loft im Berlin Kreuzberg.
(mehr Details hier).




2. Ein Cottage am See in Schweden.
(mehr Details hier)





3. Ein Designer Loft in NY City.
(mehr Details hier).





4. Ein Baumhaus in der Toscana, Italien.
(mehr Details hier).






 5. Eine moderne Villa in Island.
(mehr Details hier).





Aber es gibt noch unendlich viel mehr außergewöhnliche, gemütliche, stylishe und atemberaubend schöne Locations - es ist für jedes Budget etwas Passendes dabei.
AirBnB ist eine wunderbare Alternative zu anonymen Hotelaufenthalten, weil man durch die privaten Gastgeber einen sofortigen lokalen Bezug hat.

Viel Spaß beim Stöbern und Selbstentdecken ;)!
Und solltet ihr etwas Schönes gesehen haben, dann freue ich mich über einen direkten Link in den Kommentaren!


Liebesgrüße
Joanna



Mittwoch, 15. Oktober 2014

Bad mum + einfachster Zitronenkuchen der Welt.




Das Kind muss zur Strafe einen Kuchen backen - es hat im Unterricht auf dem Stuhl geschaukelt.
(ich mache auch verbotene Sachen, aber ich lasse mich wenigstens nicht dabei erwischen!)

Ich lege ein gelingsicheres Rezept auf den Tisch, und verabschiede mich für den Nachmittag: wer schaukelt und sich erwischen lässt, kann auch selbst backen.
Nach 2 Stunden bin ich zurück, das Haus duftend wunderbar nach Zitronenkuchen.
Wir rühren gemeinsam einen Guss an, garnieren den Kuchen, und bereiten anschließend das Abendessen.
Ich muss zum Elternabend.

2 1/2 Stunden später bin ich wieder da - das Haus duftet immer noch nach Zitronenkuchen.
Wir unterhalten uns über den Elternabend, das Kind geht in sein Zimmer, schlagartig bekomme ich unbändige Lust auf Zitronenkuchen (ich kann es mir auch nicht erklären!).
Und siehe da - ihr ahnt es bereits - entdecke ich einen Zitronenkuchen auf dem Küchentisch.

Das Kind hört verdächtige Geräusche und ruft aus dem Zimmer:
"Muuuuuuuum?!!! Du isst doch nicht etwa gerade den Kuchen?!"
Ich (verschlucke mich beinahe): "Kuffen? Welffen Kuffen? Iff weiff nift, welfen Kuffen du meinft..."
Kind (entsetzter Tonfall): "MUUUUUM!!! Ich brauche genau 24 Stück für morgen! Du DARFST keinen essen!"
Ich: "Thu fpät."
Kind: "MUUUUUUM!!!!"
Ich (vollster Brustton der Überzeugung): "Kein Problem. Wir schaffen 24 Stück. Alles gut."

Am nächsten Morgen schneide ich den Kuchen an.
Es werden genau: 23 Stück.
Egal, wie ich es anstelle - ein Stück fehlt definitiv.
Mist, Mist, Mist.
Schnell, wie komme ich jetzt aus dieser "bad mum"-Nummer raus?

Hoffe inständig, dass irgendein Schüler (der Finn/Noah/Augustin heißt) Hipstereltern hat, die Lactose-Gluten-Weizen-Zucker-Nuss für Teufelszeug halten. 
Aber so viel Glück werde ich nicht haben, wir wohnen schließlich nicht in Berlin.


Das Kind (ist mächtig sauer): "Nur wegen dir! Jetzt bin ich der Einzige, der kein Stück Kuchen essen darf!"
Ich: "Äh... ich habe es nicht für MICH getan! Ich habe den Kuchen nicht direkt GEGESSEN, ich habe ihn vielmehr GETESTET. Stell' dir vor, du hättest Zucker mit Salz verwechselt! Du wärst für immer der Underdog nach so 'ner Aktion! Ich habe das nur für dich getan! Für die Klasse! Für unser Land!"
Kind (ist immer noch sauer, muss aber lachen): "Na toll. Ich fasse es nicht. Kein Mensch wird glauben, dass meine eigene MUTTER das fehlende Stück gegessen hat."
Ich (rufe ihm hinterher): "Wie gesagt: selbstlos! Bisschen mehr Dankbarkeit, wenn ich bitten darf!"



Als ich mittags an einem Strauch vorbeilaufe, beschließe ich spontan, einen kleinen Zitronenkuchen zu backen, und ihn mit Keksen zu dekorieren: die herbstliche Laubfärbung ist meine Inspiration.
(Außerdem vermittelt es den Eindruck, ich sei Supermum - während ich in Wahrheit nur wieder spielen will.)

Einige Zeit später ist das Kind daheim, freut sich sehr über die Überraschung - und verkündet fröhlich, dass der Kuchen genau für jeden gereicht hat, da ein Kind in der Schule fehlte.
Aber Hauptsache vorher stressen, wa... 


Und weil das Rezept so einfach ist, dass es jedes Kind backen kann, die Zubereitung keine 10 Minuten braucht, und man das fertige Ergebnis so festlich dekorieren kann, dass es sogar Oktober-Geburtstagskindern beeindruckt, verrate ich euch unser Grundrezept!










Einfachster Zitronenkuchen der Welt:

(Menge reicht für 2 kleine Kastenformen (24 Stück, knihihiiii...) oder einen großen Kuchen - der kleine Kuchen auf dem Bild ist die halbierte Menge.


350g Butter
300g Zucker
6 Eier
1 Päckchen Vanilinzucker
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
350g Mehl (mit 3 gestr. TL Backpulver vermischt)

Alles zu einem Rührteig vermischen, bei 175° ca. 20 Minuten backen.

Für den Guss:
Saft 1 Zitrone
200-300 g Puderzucker




Und so wird daraus eine Geburtstags-Variante:

1. Zuerst den gewölbten Teigdeckel abschneiden, und den Kuchen umdrehen, damit eine ebene Oberfläche entsteht.

2. Soll der Guss deckend weiß sein, ein frisches Eiweiß mit sehr viel Puderzucker so lange verrühren, bis eine glänzende glatte Masse entsteht.
Die Masse soll fast fest sein - dann tropfenweise Zitronensaft hinzufügen, bis sie wieder zähflüssig ist.
Die Hälfte davon als Guss für den ganzen Kuchen verwenden, die andere Hälfte in kleine Schälchen verteilen und nach Wunsch mit Lebensmittelfarben verrühren (siehe HIER).

2. Für die Zitronenkekse braucht ihr dieses Teigrezept.
Mit einem runden Ausstecher die Kreise in gewünschter Größe ausstechen - ich benutze dafür ein Sektglas.

Ich verwende für die Kekse immer die Wilton-Farben aus dieser Packung, weil sie sehr intensiv sind, und man immer nur eine Messerspitze davon braucht.








Und dank der wiedereingestellten Suchfunktion auf Liebesbotschaft - zu sehen links auf dem Blog unter meinem Profilbild - findet ihr das Rezept jederzeit schnell wieder!
Ein Service ist das hier...


Liebesgrüße
Joanna

P.s. Das Kind wird nie mehr schaukeln.
Zu groß die Gefahr, dass man als Einziger ohne ein Stück Kuchen da steht.





Dienstag, 14. Oktober 2014

Warum du NIEMALS zu alt oder zu jung bist, um ein glückliches Leben zu führen.





"Solange du noch jung bist, solltest du reisen."
"Wäre ich 20 Jahre jünger - DANN würde ich noch mal ganz neu anfangen."
"Ach, komm du erstmal in mein Alter - dann wirst du schon sehen, dass vieles im Leben nicht so einfach ist."
"Ich bin schließlich bald 35 - langsam sollte ich einen Partner haben/eine Familie/ein Haus haben."


Ich bin sicher, einige von diesen pauschalen Aussagen habt ihr schon des Öfteren gehört, oder vielleicht gar selbst gedacht.
Diese nichtoffiziellen Standars sitzen tief - und alles, was sie tun, ist, deinen Horizont zu begrenzen, deine Sicht zu verkleinern, und dich am besten in eine kleine Schublade stecken.

"Ach, 20 Jahre alt?
Na, dann weißt du noch nicht all zuviel vom Leben."

"Oh, schon 60?
Na ja, sicher schon etwas truschig."


Ach, tatsächlich?
WER SAGT DAS?!

Dass das Alles eine große Lüge ist, werde ich dir heute zeigen.




1. DU BIST NIEMALS ZU ALT!

Unsere Gesellschaft ist extrem auf die Jugend ausgerichtet:
Was jung ist, ist schön.
Was jung ist, ist hip.
Was jung ist, ist bewundernswert und begehrenswert.
Was jung ist, dem stehen alle Chancen offen.

Diese Sicht ist extrem oberflächlich und vor allem kurzsichtig - und vor allem: ES STIMMT NICHT!

Eine Ausstrahlung der Liebe und der Freude macht absolut jede Person schön - ungeachtet der Altersklasse.
Je älter du bist, umso stärker trifft dein Inneres nach außen - also nimmst du im Alter ganz automatisch an Schönheit zu, wenn dein Inneres schön ist.

Jedes Jahr deines Lebens ist kostbar:
die Jahre zwischen 20-30 sind nicht wichtiger als die zwischen 50-60-70!
Und selbst, wenn du 70 bist: du kannst noch locker ganze 20 Jahre vor dir haben.
ZWANZIG JAHRE!

Wer sagt denn, dass du nicht noch mal ganz neu anfangen kannst?!

Wer darf dir einreden, dass du als älterer Mensch nicht etwas Großartiges starten, dein Leben umkrempeln, eine Geschäftsidee verwirklichen, einen Bestseller schreiben, einen neuen Partner finden, ein Kinderheim gründen, eine Galerie eröffnen, und deinen Traum leben kannst?

"Aber Joanna, ich habe kein Geeeeld..."
Siehst du: wenn es an Geld liegt, dann liegt es schon mal NICHT am Alter!


Ich verrate dir 2 Geheimnisse:

1. Das Geld ist NIE das Problem.

Das Geld kommt immer zu einem Projekt, nie umgekehrt.
Du wirst nie zu Geld kommen (außer, du erbst es, Glückwunsch!) - wenn du nicht einfach LOSLEGST.
Und erste Schritte tust, die in die Richtung dessen führen, was du wirklich willst.

Saat und Ernte.
Saat und Ernte.

Zuerst sähst du (deine Zeit, Arbeit, Ideen, Ressourcen), und erst danach erntest du (Geld, Erfolg, Sicherheit).
Nicht umgekehrt.


Und das 2. Geheimnis:

2. Die Welt braucht ältere Menschen.

Entgegen dessen, was du vielleicht schon selbst erlebt hast:
du wirst dringend gebraucht!

Wo sind die Bloggerinnen, die zeigen, wie sich ältere Frauen stilvoll anziehen?
Oder ihren Haushalt super organisieren - einfach, weil sie selbst darin schon so viel Erfahrung haben, und die anderen das Rad nicht jedes mal neu erfinden müssen?
Oder von ihrem Chefin-Business-Alltag berichten, um anderen damit zu helfen?

Was hindert ältere Menschen daran, eine Firma zu gründen?
Hast du gewusst, dass Sam Walton im Alter von 44 Jahren Walmart gründete -  die weltweit  erfolgreichste Supermarktkette der Welt, die seine Familie zu der wohlhabendsten der Welt machte?

Wusstest du, dass Harald Sanders viele Jahre lang als Heizer bei der Bahn, als Versicherungsagent, bei einer Fährgesellschaft und in unzähligen anderen Jobs arbeitete- bevor er im Alter von 40 Jahren damit anfing, so leckere Hähnchen in seiner Wohnung zuzubereiten, dass er aufgrund der großen Nachfrage ein Restaurant eröffnete.
Heutzutage gibt es ca. 20.000 seiner Restaurants weltweit  - unter dem Namen Kentucky Fried Chicken (KFC).

Oder wie wäre es mit der Geschichte der alleinerziehenden Mutter, die von Sozialhilfe lebte, und im Alter von 31 Jahren ein Buch schrieb, welches immer und immer wieder von den Verlagen abgelehnt wurde?
Joanne K. Rowling ist die Autorin der Harry Potter-Reihe, und gilt mit einem Vermögen von geschätzter 1 Milliarde Dollar als die reichste Frau Englands.


Es muss ja auch nicht gleich Weltherrschaft sein:
Wie schön wäre es, wenn eine ältere Frau in der Nähe ab und zu vorbeikommen würde, ein bisschen am Alltag einer jungen Familie teilhaben, und ab und zu ihren Geheimrezept - Blechkuchen backen?
Oder mit den Kinder ein Bild auf einer Leinwand malen - oder was ihr sonst so Spaß macht?
Wie viele junge Mamis würden sich über so eine Art von Unterstützung freuen?
Wie sehr könnte sie die Frau inspirieren, ermutigen und entlasten - und zeitgleich ein Zusatzeinkommen aufbauen?

Vorgestern lernte ich eine Frau kennen, die zufällig in der Eisdiele vor mir in der Schlange stand.
Wir kamen ins Gespräch, setzten uns gemeinsam auf eine Parkbank, unterhielten uns angeregt, lachten viel, und lösten uns 3 Stunden später nur sehr wiederwillig voneinander (siehe HIER).
Die Dame ist 92 Jahre alt, immer unterwegs, voller Lebensfreude und Energie - und über die "Dinge für's Leben", die sie mir gesagt hat, könnte ich einen ganzen Post schreiben, so gut waren sie!



Was ich damit sagen will:
NICHTS kann dich zurück halten, etwas Neues anzufangen oder mit einer guten Idee durchzustarten, wenn du es nur willst.
Keiner kann dich daran hindern, die Welt zu bereisen, etwas Neues anzufangen, den Job, der dich nicht glücklich macht, zu kündigen, oder das zu erleben, wovon du schon immer geträumt hast - du hast alle Chancen und Möglichkeiten, auch jenseits der 40, 50 und 60!

Du bist in der Lage, die negativen Erfahrungen der Vergangenheit zu überwinden, sie hinter dir zu lassen, und dein Potential zu entfalten - und du hast noch soooo viele Jahre Zeit dafür!

Egal, wie oft du Misserfolge erlebt hast, oder auf die Nase gefallen bist, und EGAL, WIE ALT DU BIST:
du kannst dich genau jetzt fragen: "was will ich eigentlich werden, wenn ich groß bin?"
Du kannst noch heute etwas ganz Neues anfangen.
NOCH HEUTE.

Du kannst heute noch den 1. Schritt gehen - den Schritt in eine wunderschöne, erfüllte Zukunft.
Du bist NICHT ZU ALT!
Du hast alle Möglichkeiten!

"Aber was ist, wenn es nicht klappt?"
Wenn du es gar nicht erst probierst, dann klappt es garantiert nicht!
Wenn du es dagegen probierst, dann versichere ich dir eins: du erlebst garantiert etwas Neues!

Lieber 10 mal etwas anfangen, auf die Nase fallen, und daraus lernen, als dumm sterben.




2. DU BIST NIEMALS ZU JUNG!


Ich weiß, dass viele Mädchen und junge Frauen meinen Blog lesen.
Und dazu kann ich nur eins sagen: 
herzlichen Glückwunsch!

Dir kann nichts Besseres passieren, als in dich selbst zu investieren, dich mit Liebesenergie vollzusaugen wie so ein Schwamm, und dich gar nicht erst mit dem ganzen Mist zu befassen, in dem sich die anderen seit Jahrzehnten bewegen.

Ich zeige dir, wie man größer lebt, anders denkt, wie man liebt und damit alles Schlechte überwindet, wie man erfolgreich ist, ohne kämpfen zu müssen.
Ich zeige dir einen neuen, anderen Weg: den Weg der Liebe - den Weg über alles andere hinaus!

Auch wenn bestimmte Charakterzüge bestimmten Altersgruppen zugeschrieben werden, die Wahrheit ist:
Mit dem Alter wird man nicht automatisch reifer oder stärker.
Mit dem Alter wird man nur eins: älter.
Und wenn man die Liebe nicht lebt: verbitterter.

Reifer wirst du nur durch die Liebe, und - so leid es mir tut, aber es stimmt: indem du durch Schwierigkeiten und Herausforderungen durchgehst und diese überwindest.
Die Liebe macht deine Sicht klar, dich selbst von Tag zu Tag stärker, sie hält deine Motivation rein, und bewahrt dein Herz frisch und leicht.

Gibt dir also ein älterer Mensch einen Rat, dann frage dich selbst: ist dieser Rat inspirierend?
Vergrößert es meinen Horizont?
Hilft es mir konkret weiter, beflügelt es mich, eröffnet es mir Perspektiven?
Falls die Antwort auf alle diese Fragen "nein" lautet, dann würde ich mir gut überlegen, ob ich ihm weiterhin zuhöre.
Nicht ALLE älteren Menschen sind reich an Erfahrung - manche haben einfach nur Jahrzehnte in ihrer Komfortzone verbracht, nie etwas erlebt, weil sie sich nichts zutrauten,  und nichts von dem, was sie dir geben, bringt dich im Leben weiter.

Du aber bist jung und d
iese Welt steht dir offen!
Es ist NIE zu früh, groß zu träumen und groß zu handeln!
NIE!

Als die 8-Jährige Willa Doss keine nicht-kitschigen Bio-Pflegeprdukte für ihr Alter fand, kreierte sie selbst eine Organic-Beauty-Pflegelinie mit schlichtem Design: heute ist sie 13 Jahre alt, trägt eine Zahnspange und ist Millionärin.

Die 15-Jährige Verlegerin Jasmin Jordan bringt regelmäßig eine Zeitschrift für junge Unternehmer heraus, Auflage 16 000 Exemplare.

Denke nie, dass die besten Dinge schon "weg" sind, und es früher einfach war, glücklich und erfolgreich zu sein - das stimmt nicht!
Es wird für dich neue Wege und Möglichkeiten geben!
Immer genügend davon.


Junge Menschen, die die Liebe kennen, sind die größten Inspirationsquellen überhaupt!
Sie windkreativ und unbeschwert (und denken nicht: "was alles passieren könnte!"), voller Energie und Stärke - und gemeinsam mit den erfahrenen Älteren ein unschlagbares Team!

Deshalb lasse dich nicht verunsichern, wenn andere dich aufgrund deines jungen Alters nicht ernstnehmen oder belächeln (selbst, wenn es die eigene Familie ist!) - höre auf dein Herz, bleibe in der Liebe, und gehe immer Schritte weiter!

Lasse dich nicht begrenzen und nicht bremsen - träume so groß und so wild wie du nur kannst, und fülle dich so sehr mit der Liebe, wie es nur geht!




Zum Schluss verrate ich dir ein Geheimnis:
das Leben ist kein Kampf, keine Routine, und kein Hamsterrad -
das Leben ist eine wunderbare Spielwiese, und du kannst alles darauf spielen, was du nur willst!

UND ZWAR GANZ EGAL, WIE ALT ODER JUNG DU BIST!


Liebesgrüße
Joanna