Samstag, 25. April 2015

Schönstes Sommerkleid + Kreafunk





Für alle, die den Sommer kaum noch abwarten können - oder ein edles und stylishes Geschenk für den Muttertag für sich selbst suchen: bei mir seid ihr heute genau richtig.

Hier in Santa Cruz ist nämlich vor Kurzem ein Paket aus Deutschland gekommen, voll mit schönstem Inhalt: 
darin befand sich nicht nur das perfekte Sommerkleid für mich, sondern Kopfhörer für uns alle!


Das Kleid habe ich heute auf seine Strandtauglichkeit getestet, und muss zugeben:
keins fällt so schön und leicht, und bewegt sich so anmutig im Wind wie dieses.

Nur noch flache Zehensandalen dazu, und ihr seid im Handumdrehen fertig für die Stadt, die vor Sommerhitze flirrt, für die Gartenparty oder für den Urlaub am Strand.
Die Struktur wirkt lässig und man braucht es nicht zu bügeln - die Größe lässt sich mit einem Bändchen im Rücken verstellen.

Es ist gleichzeitig entspannt und trotzdem irgendwie schick: I like!

























Übrigens: das Kleid hat eine Überlänge und ist somit ideal für alle großen Frauen!
Ich weiß, dass diese oft vergeblich nach passenden Kleidungsstücken suchen - das hier wird euch garantiert passen.
Ich selbst bin nicht so groß, und werde es unten etwas kürzen lassen, das macht die Schneiderin im Handumdrehen für ein paar Euro.


Wir sind hellauf begeistert von den wunderschönen und hochwertigen Kopfhörern von Kreafunk.
Das Design ist unschlagbar edel, die Farben sehr geschmackvoll gewählt und zusätzlich mit einem goldenem Rand versehen, und die Klangqualität außerordentlich gut.
Die Kopfhörer haben eine Bluetooth-Funktion (mit USB-Ladekabel), reduzieren die Außengeräusche (perfekt für's Flugzeug!), und spielen 14 Stunden am Stück eure Lieblingsmusik.

Ich finde, das dänische Label Kreafunk hat sich selbst übertroffen: die Hörer sind mit butterweichen PU-Leder bezogen und die Größe lässt sich verstellen.


Sie kommen in einer edlen Holzschachtel mit einem farblich passendem Reisebeutel: bei Villa Smilla findet ihr eine große Farbauswahl.










Danke für's Begleiten an unserem Hausstrand!
Auf den Bildern könnt ihr gut erkennen, wie windig es bei uns jeden Tag ist: nicht umsonst herrschen hier täglich ideale Bedingungen für Surfer.






Kopfhörer: Kreafunk via Villa Smilla
Kleid: Villa Smilla



Liebesgrüße
Joanna

Donnerstag, 23. April 2015

Meine Packliste: casual basics for traveling.




Als ich meine Koffer für Kalifornien packte, musste ich mich sehr einschränken, und habe von vornherein die meisten ausgefallenen Kleidungsstücke weggelassen.
Der kleine Berg, der übrig blieb, wurde noch mal kräftig reduziert.
Den Rest packte ich in meinen Koffer - nur, um festzustellen, dass mindestens die Hälfte davon nicht reinpasst.
Also noch mal aussortieren...
Das, was ich schließlich mitgenommen habe, sind absolute Basics mit einigen wenigen Highlights.

Das Beste daran: 
ich habe festgestellt, dass alles wunderbar zusammenpasst, ich unzählige Kombimöglichkeiten habe, und der Stil sowohl in den entspannten Surferalltag als auch in die Großstadt San Francisco passt.

Ich habe den Großteil meines momentanen Kleiderschranks für euch zusammengestellt: 
die entspannt-lässige Grundgarderobe passt nicht nur nach Kalifornien, sondern für alle, die auf Reisen ihr Gepäck generell sehr begrenzen müssen.

Gleichzeitig ist es eine tolle Basis für alle, die im Alltag eher casual unterwegs sind, und ohne viel Aufwand schick aussehen wollen.
Man kann damit stylish den Kinderwagen durch die Gegend schieben und einen Café Latte tragen.
Oder einfach nur die täglichen Einkäufe erledigen.

Das Wetter in Santa Cruz ist sehr wechselhaft und ähnelt in etwa dem süddeutschen Frühling - von wegen, "It never rains in California"! 
Teils kann es tagsüber wirklich kühl werden, aber meistens haben wir das schönste Strandwetter.






















Ich trage:
Mantel: Vero Moda (ich habe ihn etwas kürzen lassen bei der Schneiderin)
Jeans: Thrift Shop, ähnlicher Schnitt von Asos
Shirt: alt, ähnliches von Asos
Hut: Hallhuber



Meine ausgefallenen, bunten und eleganten Kleider, Glitzerhighheels und Jäckchen blieben alle in Deutschland - dafür packte ich in meinen Koffer....


-  jeweils  3 T-Shirts in derselben Farbe (schwarz, weiß und grau),
- 2 paar Boyfriend-Jeans, 
- 2 paar schmale, schwarze Hosen
- 1 schwarzen Blazer
- 1 Jeansjacke und 1 Jeanshemd, und 1 weißes Hemd,
- 1 Trenchcoat und 1 lässigen Mantel (den auf den Bildern) und eine helle, kurze Jacke,
- 2 Jeansshorts, 2 weiße Shorts und 2 dunkelblaue,
- 2 graue Kaschmirpullis, einen Kaschmircardigan und 1 Kapuzenhoodie
- 2 Streifenpullis
- 4 lässige Kleider
- 1 Pailettenrock (den habe ich HIER verlinkt)
- und einige Schuhe, Taschen, und 2 fast gleiche Hüte, die ich fast täglich trage.


Dazu noch 2 paar weiche Jogginghosen und ein paar weiße und graue Tops (zum Drunterziehen wenn es kälter ist, oder zur Shorts, wenn die Sonne scheint).
Et voila! 
Man ist immer perfekt angezogen - und ich würde sogar behaupten: fast überall auf der Welt.

Ihr könnt meinen Post also genauso gut als Packliste für den Urlaub benutzen - denn das eine oder andere habt ihr garantiert bereits im Schrank.










1. Basics in weiß.

Mein Tipp: kauft euch 2-3 wirklich schöne, gut geschnittene und etwas hochwertigere weiße T-Shirts:
die tragt ihr sowieso rauf und runter, und das Geld ist dort viel besser angelegt als in einem Abendkleid.
Außerdem würde ich etwas längere Ärmel tragen - die kann man problemlos hochkrempeln, wenn es wärmer ist, und es sieht gleichzeitig lässig aus.
Denkt an verschiedene Ausschnitte und kauft einige eine Konfektionsgröße größer als üblich: das ist der Garant für den entspannten, unangestrengten Look.

Dazu kommen weiße Shorts - gerne etwas hochgeschnitten, weil sie dadurch einen Tick eleganter wirken und somit mit einem grauen Tshirt sehr schön in die heiße Stadt passen.

Und ein weißes Hemd mit einer Jeansshorts kombiniert ist einfach zum Anbeißen!



5. Esprit
6. Opus
8. Kiomi




2. Basics in grau.

Kaschmir ist unschlagbar, weil er superleicht ist (Gewicht im Flugzeug!), und gleichzeitig wunderbar wärmt: ich kaufe am liebsten die Basics von Breuninger, weil die Qualität zu einem sehr guten Preis anbieten.
Dazu kommen T-Shirts mit V-Ausschnitt, 2 warme Hoodies (die von Superdry sind einfach die kuscheligsten) und ein lässiger, ungefütterter Trenchcoat.



4. Esprit
5. Mango (gibt es auch in hellgrau)



3. Basics in schwarz.

Ich bin an sich kein großer Fan von schwarz: aber an Kombimöglichkeiten ist es einfach unschlagbar, auch im Sommer!
Vor allem liebe ich folgende Kombi: eine Destroyed-Jeans, weißes Tshirt, schwarzer, taillierter Blazer  und weiße Turnschuhe.
Auch meine schwarzen Hosen trage ich an kühleren Tagen liebend gerne mit dem Jeanshemd oder einem grauen Top und der Jeansjacke darüber.
Schwarze, weitgeschnittene, locker fallende Shirts und Kleider sind ideal - ein paar Highheels und man ist perfekt für abends und für die Stadt.



3. Michael Kors (im dunklem Blau)
4. Mango
5. Apart




 4. Jeans, Ringel, und Khaki.

Unentbehrlich und jedes Jahr auf's Neue schön - ich habe meine Basics vor der Abreise etwas aufgestockt und eine große online-Bestellung gemacht.
Und das war gut so, denn - entgegengesetzt allen Ratschlägen  à la "Nimm nicht so viel mit, du wirst dort alles kaufen!" - war ich hier bisher kaum shoppen.
Die Outlets waren eher enttäuschend, und die Preise sind aufgrund der schlechten Tauschrate hoch. 
Außerdem haben meine Kids nicht so viel Lust, ständig durch die Läden zu ziehen, sondern halten sich lieber auf den Surfboards auf ;)).
Mein Bedürfnis nach großen Shoppingtouren hält sich bisher in Grenzen, denn ich bin auch so gut beschäftigt.

Das sind also die anderen Basics, die ich eingepackt habe.






1. Only
2. Mango
3. LTB
5. Mango



3. Gant
4. Mango
5. Diesel
6. GStar




5. Schuhe und Accessoires.

Erst diese machen alles komplett - und können im Handumdrehen ein Outfit von casual auf elegant verändern!

Die hohen Schuhe habe ich zwar dabei, aber sie kamen bisher fast gar nicht zum Einsatz, trotzdem verlinke ich ähnliche für euch, falls ihr gerne abends mal etwas eleganter unterwegs sein wollt.
Weiße und graue Turnschuhe und flache Ballerinas mit Spitze trage ich dagegen fast ständig.

Mein Rat:
nehmt eine große Tasche mit, wenn ihr eine längere Zeit verreist.
Meine begleitet mich täglich zum Strand und auf den Farmer's Market - die große, weiche Clutch habe ich dagegen immer in der Stadt dabei.







5. Asos
6. Mango
7. Mango
8. Vans
10. Topshop
11. Topshop (gibt's auch in weiß)
12. Vans








Und wem das alles zu viele Basics waren: 
natürlich habe ich eine Handvoll neue Favoriten für die Frühjahr- und Sommersaison - diese verrate ich euch aber ein anderes mal.

Danke an Nicole Adler für die wunderschöne Zeichnung!



Liebesgrüße
Joanna

Montag, 20. April 2015

My California - reading list.




Betrete ich eine Buchhandlung mit dem festen Vorsatz, etwas zum Schmökern mitzunehmen, bin ich des Öfteren reizüberflutet - online nach einem Buch zu stöbern ist fast noch schwerer!

Ich will schließlich keinen depressiven Autor lesen (und glaubt mir: deren gibt es vieeeeele), keine "schwere Kost", die mich ermüdet statt zu entspannen, und schon gar kein Kochbuch kaufen, dessen Rezepte ungenießbar sind!

Deshalb freue ich mich stets über persönliche Empfehlungen - und hier kommen meine eigenen für euch.
Heute lasse ich euch auf meine aktuelle Leseliste schauen: 
darauf befinden sich einige Bücher, die ich aus Deutschland mitgebracht habe, und einige, die in der hiesigen Bücherhandlung besorgt habe - und ein paar davon werden euch sicher auch gefallen!







1. Spannende Krimis.

"Die 11. Stunde" (James Petterson)
"VERHEISSUNG. Der Grenzenlose: Der sechste Fall für Carl Mørck" (Adler Olsen)

Beide Bücher sind leicht zu lesen (wobei James Petterson supereasy ist!), für den Flieger oder zum Einkuscheln und Schmökern im Bett, und vor lauter Spannung die ganze Nacht wachbleiben, obwohl man genau weiß, wie müde man am nächsten Morgen...










2. Kochbuch.

"Vibrant food" (Kimberley Hasselbrink)

Eins der weltschönsten, die wirklich Lust auf frische Küche machen - unterteilt in 4 Jahreszeiten mit saisonalen Produkten.
In Deutsch nicht erhältlich, aber leicht verständlich geschrieben.
Zum schöne Bilder anschauen (vorrangig) und Inspirationen sammeln (zweitrangig) und einfache Rezepte ausprobieren (wenigstens 2 oder 3 ;)).










3. Ratgeber.

"Magic cleaning: wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert."(Marie Kondo)

Weltweiter Bestseller, den ich bisher nicht kannte, ganz einfach geschrieben, superleicht zu lesen, und so. gut!
Ich mag die konsequente Art, die Professionalität der Autorin und habe riesigen Spaß beim Lesen (allerdings dauert es 5 mal so lange, weil ich so viele Vokabel nachschlagen muss, da ich das Buch vor Ort als englische Ausgabe gekauft habe).

(Bei die Meisten von euch sieht es garantiert wie geleckt aus! Aber für die 5 Leser, die solche Haushaltsschlampen sind wie ich, ist es das ideale Buch.)


"The Kitchen Counter Cooking SchoolHow a Few Simple Lessons Transformed Nine Culinary Novices into Fearless Home Cooks." (Kathleen Finn)

Leider nur auf englisch erhältlich - so schade, denn es macht sehr viel Spaß, es zu lesen:
Kathleen Finn richtet sich darin an alle, die keine "Foodies" sind, sondern ganz normale Menschen - denen es an grundlegenden Fähigkeiten beim Kochen fehlt.
Denn was bringt es, wenn man irgendwo schreibt "passt zu gegrilltem Lachs", wenn man nicht weiß, wie man Lachs grillt?
Oder wenn man etwas im Angebot sieht - aber keine spontanen Ideen und Fähigkeiten hat, das zuzubereiten?
Darüber schreibt die Autorin in einer sehr ermutigenden und motivierenden Art und Weise - neben vielen Grundrezepten und unterhaltsamen persönlichen Geschichten.
Ich kann nicht genau sagen, warum: aber dieses Buch macht mehr Lust auf Kochen als sämtliche anderen Kochbücher zusammen!




"Freakonomicsüberraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen - Warum wohnen Drogenhändler bei ihren Müttern? * Führt mehr Polizei zu weniger ... Revolver? * Macht gute Erziehung glücklich?" (Steven D. Levitt, Stephen J. Dubner)

Noelle liest dieses Buch gerade auf englisch: in Sacramento war es Schul-Pflichtlektüre und sie war so begeistert, dass sie es in Santa Cruz unbedingt nachkaufen wollte.
Dieses Buch schult Querdenken, erklärt wirtschaftswissenschaftliche Zusammenhänge unterhaltsam und leicht verständlich und ich würde es jedem empfehlen: vom Teenager bis zum Manager!









4. Unterhaltung

"Silikon Wahnsinn: wie ich mit Schatz nach Kalifornien auswanderte." (Katja Kessler)

Dieses Buch schenkte mir Olivia mit den "must read"-Empfehlung für den Flug, und das zu Recht!
Eine wunderbar unterhaltsam geschriebene Story für jeden, der nach Feierabend einfach zur Entspannung etwas leichte Kost genießen möchte.
Keine großen literarischen Höhenflüge - dafür garantierte Schmunzler ;).


Welche Bücher begeistern euch gerade?
Erzählt es mir in den Kommentaren!


Liebesgrüße
Joanna



p.s. Der aufmerksame Leser wird es vermutlich bereits bemerkt haben:
was stimmt nun nicht mit dem 3. Bild?
Wurde das Fenster schief eingebaut?
Hat die Fotografin Gleichgewichtsstörungen?

Ich kann euch versichern, beides ist nicht der Fall.
Die Antwort lautet: der Boden im Anbau ist einfach extrem abschüssig (was mir bis zum heutigen Tag natürlich nicht bewusst war).
Und JA, ich habe versucht, die Kommode anzuheben, ganz im Sinne vom Leserservice - diese ist aber vollgefüllt bis zum Rand und ca. 1/2 Tonne schwer!

(Macht nichts, dann kullert der Dreck einfach von alleine zur Türe raus...)



Freitag, 17. April 2015

Surf. Cook. Eat. Surf again.





Sollte ich nie mehr nach Deutschland zurückkommen, dann wird es überhaupt nicht an der schönen Landschaft oder gar dem sonnigen Wetter in Kalifornien liegen:
ich habe einfach nicht mehr heimgefunden - und irre hilflos im Raster der durchnummerierten Straßen umher.

Denn auch wenn der werte Leser glaubt, dass ich hier einen Traum er(leben) darf - es ist nicht alles Gold hier im Golden State!

Aber mal alles der Reihe nach:


1. Die Straßen.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund haben die Amerikaner den meisten Straßen einfach keine Namen, sondern fortlaufende Zahlen verpasst.
Eine Handvoll besitzt Namen wie Capitola Road (weil man darauf in Richtung Capitola fährt) oder Pacific Road (weil man darauf in Richtung... na, ratet mal) - aber das war's im Großen und Ganzem schon.
Der Rest wurde munter durchnummeriert - und ich habe weiterhin KEINE AHNUNG, wo ich mich befinde, und bin dementsprechend erstaunt endlos glücklich, wenn ich wieder zu Hause ankomme.
Und glaubt mir: auch die Kinder sind es.

(Falls nun jemand mit dem Argument "dann benutze doch das Navi?" kommt - muahahaaaa. TUE ICH DOCH. Manchmal hat so ein Highway 6 Spuren und ich habe wirklich nicht den leisesten Schimmer, welche nun gemeint ist.)

Mein Mann, der uns vor Kurzem besuchte, kannte bereits nach 3 Tagen intuitiv alle Richtungen - und versuchte immer wieder, sie mir zumindest grob nahe zu bringen:
"Das ist doch logisch aufgebaut: da ist die 41ste, dann biegst du zwei mal nach links, und dann kommt die 17te, wir wohnen in der... usw."

Lieb gemeint, aber vergebliche Liebesmüh - ich konnte ihn nur mit großen Augen anschauen, bis er endlich begriff:
 "Du verstehst gerade null, wovon ich spreche, richtig?"
Richtig.
Ich mag in vielen Lebensbereichen den absoluten Durchblick haben - bei der Orientierung wurde dagegen kräftig an Synapsen gespart.
Na, danke auch.

Da die gesamten Ziffern bereits für Straßen draufgingen, waren leider keine mehr übrig für:



2. Die Münzen.

Kein Scherz.
Auf den gesamten Kleingeld-Münzen steht NICHTS drauf - man ist dementsprechend gezwungen, sie nach Formen lernen: die große silberne ist ein Quarter, die kleine braune... usw.

Macht sich natürlich großartig, wenn man an der Kasse steht, eine Schlange hinter sich weiß, und anfängt, in einer Art Kindergarten-Übung sich die Münzenwerte in Erinnerung zu rufen: "Moment... äh... was war die kleine braune noch mal?"

WARUM NUR?!
Angenommen mal, da gibt es deutsche Einwanderer, die von der Straßenlage bereits überfordert sind - also nur mal angenommen, so als Spaß! - was wären diese dankbar, wenn sie nun an der Kasse, zack zack, ... ach, lassen wir das.

Und wenn das nicht bereits genug des Guten wäre, kommen dann noch:



3. Die Parkuhren.

Da hat nämlich jede ein anderes System, und es ist jedes mal auf's Neue ein kleines Abenteuer, wie sie funktioniert.
Manche sind wirklich einfach zu bedienen, bei anderen muss man lediglich 491 Knöpfe drücken, und schon klappt alles.

Will mir dementsprechend nach jedem erfolgreichen Parken/Bezahlen am liebsten direkt einen Orden an die Brust heften.
Manchmal jubeln die Kinder und ich spontan laut, wenn alles gut gegangen ist.
(Oder wenn wir am Zielort ankommen, ohne uns total verfahren zu haben).

Dasselbe gilt übrigens beim Tanken - man geht ZUVOR in die Tankstelle, nennt den Betrag, muss danach nur noch 492 Knöpfe drücken, den Zapfhahn einführen... usw.

Schaff ich natürlich mit links.
Nicht.


Was mich auch wirklich herausfordert, ist:



4. Das Essen.

Also nicht der Vorgang an sich, sondern alles, was damit zusammenhängt: Einkauf, Zubereitung, etc.

Was mir bisher überhaupt nicht bewusst war:
Nach Jahren des Zuhause-Seins funktioniert in diesem Bereich das Meiste einfach automatisch.
Ich könnte in Deutschland blind 15 Gerichte kochen - alleine aus den Vorräten und den Resten meines Kühlschranks.
Das ist bei euch mit Sicherheit genauso: 
selbst ohne einen Zettel läuft selbst der Einkauf mehr oder weniger völlig gleich ab, man kennt die Lage der Produkte im Supermarkt, die Vorlieben der Familie, hat seine zig Standardrezepte im Kopf, und die meiste Zeit flowt man in der Küche einfach - zack, zack, schon steht etwas Leckeres da!

Hier in Kalifornien jedoch muss ich alles erst mühsam herausfinden - einerseits macht es Spaß, andererseits kostet es sicher 3 mal so viel Zeit und bedeutet (zumindest am Anfang) viel mehr Aufwand!

Vor Kurzem wurden wir irgendwo unterwegs gefragt, was wir denn den ganzen Tag so machen, und meine Kinder antworteten ohne zu Überlegen:
"We surf. We buy food. We cook food. We eat food. We clean the kitchen. We surf again. We buy food again. We cook again. We eat food..."

Einerseits ist die Auswahl an den Produkten in den Supermärkten nämlich endlos - andererseits auf den Wochenmärkten sehr beschränkt - dort wird nämlich tatsächlich ausschließlich Saisonales und Lokales verkauft.
Und so fehlt vieles, was man bisher integriert hatte.

Zudem sehe ich mich mit einigen Lebensmitteln konfrontiert, die ich bisher nicht verarbeitet habe, und die ich mehr oder weniger gezwungenermaßen aber nun in den Speiseplan aufnehmen muss, um etwas Abwechslung reinzubringen.

Wie bereits erwähnt: macht mir wirklich riesigen Spaß und ich genieße es sehr - brauche aber im Moment noch sehr viel Zeit für das Ganze.
Es braucht einfach etwas, bis eine Art Routine entstehen kann.


Übrigens - um Essen zu kaufen, muss ich die Supermärkte erst finden, und da: siehe Punkt 1.

Um das Ganze noch zu toppen:
in den meisten Cafés schmeckt der Espresso einfach furchtbar sauer - als wenn jemand eine halbe Zitrone reingedrückt hätte.

Aus diesem Grund habe ich mir einen kleinen Espressokocher und ein Pfund Espressobohnen von Starbucks gekauft - das ist zwar jeden Mittag ein kleiner Aufwand, aber da alles sowieso länger dauert, ist es auch vollends egal.




































Ich freue mich über jede kleine Herausforderung im Alltag und genieße die Zeit wirklich extrem.
Ich genieß es, mit den Kindern durch die Stadt zu cruizen, die Fenster offen, die Musik ganz laut aufgedreht, die Boards schauen hinten raus, der warme Wind kühlt die Haut angenehm.
Ich genieße das Meer und die Sonne.
Ich genieße es, neue Locations zu entdecken, und mit Noelle in den Thrift Shops zu stöbern (die übrigens ein Hardcore-second hand-shopper ist, und vor keinem Gewühl Angst hat.)
Ich genieße es, mit Hayda, dem Hund des Surflehrers, auf die Kinder zu warten - welche darauf bestehen, täglich surfen zu gehen, selbst wenn sie keinen Unterricht haben - manchmal sogar abends im Sonnenuntergang, was an Schönheit kaum zu überbieten ist.













An Schönheit kaum zu überbieten ist vor allem die Atmosphäre, die mich umgibt:
es ist gar nicht die Sonne, nicht das Meer, nicht das Haus und nicht die Kinder.
Es ist nicht die Landschaft, nicht die neuen Eindrücke, und nicht der Coolness-Faktor des Standortes.

Ich find's einfach nur... so schön mit mir zusammen.
Manchmal denke ich, dass es mich zerreißt vor lauter Glück - obwohl absolut gar nichts Außergewöhnliches passiert ist.
Surf, eat, sleep, surf again.
Aber in mir drin - da ist es einfach dauernd so außergewöhnlich.
Außergewöhnlich extrem schön eben ;).

Eine Freundin schrieb mir die Tage in einer Mail:
"Joanna, in mir ist Glamour und Sparkle und Glow und die Schuhabteilung bei Saks Fifth Avenue ist ein Scheiß dagegen! Victoria's Secret Haare jeden Tag! Alles ist sexy und schön, einfach wunderschön!"

Ja, also das trifft es meiner Meinung nach ganz genau auf den Punkt.


Ich kann noch so dämlich vor Parkuhren, Tanksäulen oder Supermarktregalen stehen - meiner Glückseligkeit tut dies keinen Abbruch.









Mein Hut kommt übrigens von Hallhuber, meine Shorts ist schon 3 Jahre alt (bei Zalando gibt es eine beinahe gleiche).




Liebesgrüße
Joanna